LIEBE IN AKTION

Die Meisterin ist stets zutiefst besorgt, wenn Katastrophen in irgendeinem Teil der Welt passieren. Wenn sie von derlei Begebenheiten hört, stellt Sie immer finanzielle Unterstützung zur Verfügung und sendet Hilfsteams an die betroffenen Orte. Durch diese Bemühungen werden den Betroffenen Ihre bedingungslose Liebe und Unterstützung übermittelt und deren Leiden vermindert. Zugleich werden sie dabei unterstützt, ihr Leben wieder neu aufzubauen.

In Anerkennung der selbstlosen Aktionen von Regierungen, Organisationen und Nothilfearbeitern auf der ganzen Welt, drückt die Meisterin ihren Dank wie folgt aus: „Danke für die internationale Hilfe, die den betroffenen Opfern Fürsorge und materielle Unterstützung bringt. Mein Dank gilt allen Nothilfearbeitern, die ihre Zeit opfern, auf ihren eigenen Komfort verzichten und sogar weite Entfernungen auf unbequemen Straßen und unter unangenehmen Bedingungen zurücklegen, um den Menschen in Notzeiten Liebe und Unterstützung zu bringen. Möge der Himmel euch im Überfluss für eure Großzügigkeit und euer großherziges Opfer segnen“

2017年12月16日, 週六

    Weitere Unterstützung für Flüchtlinge auf der Insel Chios (Griechenland)

     

    Von unserem Internationalen Einsatzteam auf der Insel Chios (Griechenland)

    Klicken Sie hier, um die Berichte über die Hilfseinsätze in Chios von März bis Juli 2016 zu lesen

    Für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios werden vegane Mahlzeiten in einer friedlichen Atmosphäre zubereitet – 1. bis 2. August 2016

    Am 1. August bereitete unser Einsatzteam auf der Insel Chios Reis und Fideo (kurze Nudeln) zu und gab das den Flüchtlingen zusammen mit Gurke und Brot. Unsere Spanischen Freunde halfen uns und sorgten für viel Gelächter, als sie Sketche improvisierten, um sie den Kindern in den Camps vorzuführen. Wir richteten außerdem 48 vegane belegte Brote, Pfirsiche und Saft für die Schulkinder her. Die Schule wird von ehrenamtlichen Helfern einer humanitären Organisation aus der Schweiz, Be Aware And Share (Sei achtsam und teile), betrieben.

    Die Verteilung verlief in beiden Camps, in Souda und Dipethe, sehr angenehm und effizient. Wir legten an diesem Abend über 30 Essensportionen für die Neuankömmlinge aus der Türkei beiseite. Inzwischen hatten alle gegessen und wir nutzten das verbleibende Tageslicht, um Volleyball zu spielen und die Zeit mit den Menschen im Camp zu verbringen. Wie gewöhnlich nahmen die Windböen ab und viele Leute gingen schwimmen oder entspannten sich in ihrem Zuhause. Viele Kinder schienen jedes Mal, wenn wir sie sahen, gewachsen zu sein. Einige lernten mehrere Sprachen und andere halfen, auf die Babys der Nachbarn aufzupassen. Viele der Flüchtlinge bereiteten sich fieberhaft auf die Gespräche in Athen vor, die bestimmen würden, wohin ihre Reise weitergehen würde.

    Am nächsten Morgen war es ruhig und das Wasser war klar. Wir bereiteten Tomaten, Gurken, Pfirsiche und Brot zur Verteilung an diesem Abend vor. Wir kochten außerdem Kichererbsen, um Hummus für das Abendbrot am nächsten Tag zu machen. Als wir erfuhren, dass viele Flüchtlinge voraussichtlich diesen Morgen mit dem Schiff ankommen würden, waren wir sehr dankbar, dass Allah den Reisenden Schutz gewährt hatte.

    In den Flüchtlingslagern in Souda und Dipethe war die Stimmung sehr leicht und angenehm. Jeder wartete geduldig in Reih und Glied auf sein Essen und freute sich über die Extraportion Obst und Gemüse. Wir hatten auch Spaß und scherzten mit den Flüchtlingen, machten zusammen Fotos und spielten mit den Kindern. Ein süßer kleiner Junge bastelte sogar ein Halskettchen für eines unserer Einsatzteam-Mitglieder. Ein paar Leute erzählten uns, dass sie nicht wüssten, wie man Volleyball spielt, und so brachten wir es ihnen bei. Im Nu hatte sich eine große Gruppe angeschlossen. Es war wirklich ein gesegneter Tag. Wir beten, dass allen Wesen so ein Glück bevorstehen möge, wenn die Menschheit sich in Solidarität und Mitgefühl vereint.

    Vorbereitung auf weitere Flüchtlinge und Zubereitung einer neuen veganen Mahlzeit auf der griechischen Insel Chios (Griechenland) – 3. bis 5. August 2016

    Am 3. August servierte unser Einsatzteam auf Chios Brot, Oliven, Gurken und Hummus mit Kräutertopping. Da die hauptsächliche Hummus-Vorbereitung bereits am Vortag stattgefunden hatte, war es ein ruhigerer Tag in der Küche und das Team hatte mehr Zeit zum Meditieren und dafür, sich für die Verteilung am Abend auszuruhen. Auf dem wöchentlichen Treffen der NROs wurde beschlossen, dass nahrhafte Nahrungsmittel wie Erdnüsse, Bohnen aus der Dose und Datteln auf die Speisekarte kommen, damit die Kalorienzufuhr am Abend zeiteffizienter gestaltet werden kann. Frontex, die Grenzschutzpolizei, informierte uns, dass mehr Flüchtlinge per Boot das Festland während der Schönwetterperiode erreichen würden, und so bereiteten wir Essenspakete vor, damit im Notfall welche für sie da sein würden.

    An diesem Abend lief die Verteilung wieder entspannt ab. Im Camp in Dipethe kam ein kleiner Junge freudig zu uns, um zu verkünden, dass er bald nach Athen reisen werde. Am Ende des Tages hatten wir ein Teammeeting. Dabei ging es um die aktuelle Situation auf der Insel und die bevorstehenden Veränderungen, die wir aufgrund der Entscheidungen des Wochenendmeetings durchführen würden. Wir sind Griechenland und all den Organisationen für ihre mitfühlenden Anstrengungen, den Notleidenden zu helfen, sehr dankbar und beten, dass sich derart tragische Umstände bald verringern mögen, sobald mehr Menschen diesem liebevollen, wohlwollenden Beispiel folgen.

    Am 4. August, als wir Reis und Fideo (kurze Nudeln) kochten, fingen wir an, ein neues veganes Auberginen-Gericht zuzubereiten, das die Flüchtlinge für den nächsten Tag vorgeschlagen hatten. Einige ehrenamtliche Helfer von CERST (Chios Eastern Response Shore Team) halfen uns, 350 kg Auberginen zu waschen, vorzubereiten und zu kochen. Wie gewöhnlich packten wir für die Kinder veganes Essen mit Saft und einem Fahrplan vom Camp Vial zur Schule ein. An diesem Abend teilen wir Reis und Fideo, Brot, Gurken und Tomaten in den Camps von Dipethe und Souda aus. An beiden Plätzen schien es ruhiger zu sein, da einige Familien nach Athen weitergezogen waren. Einige Flüchtlinge erzählten uns, dass sie das Interview-Verfahren über ihr nächstes Ziel bereits begonnen hatten und sprachen mit uns über ihre anstehenden Pläne. Wir waren sehr froh über diesen Fortschritt und freuten uns gespannt mit ihnen auf die Zukunft.

    Am 5. August waren die Leute in beiden Camps sehr glücklich über die vielen neuen Speisen. Unser Auberginen-Gericht war mit Tomaten und Zwiebeln garniert. Wir bereiteten außerdem Gurken und Brot vor und packten Tüten mit Studentenfutter dazu. Jedermanns Behälter war randvoll gefüllt und einige Leute sagten, dass sie die Auberginen sehr mochten. Wir probieren voller Eifer jeden Freitag neue Gerichte für unser Menü aus. Das Eintreffen einer neuen Küchenmaschine wird uns sicherlich von großem Nutzen sein.

    Mit dem Segen der Meisterin hoffen wir, dass wir den Flüchtlingen durch unsere kostenlose vegane Küche Trost und Freude bereiten können. Wir beten, dass alle Wesen in Frieden, Gesundheit und Wohlbefinden leben können und immer mehr Menschen die vielen Freuden und Vorteile einer mitfühlenden veganen Lebensweise entdecken.

    Einfache Momente des Glücks mit den Flüchtlingen auf Chios (Griechenland) – 6. bis 8. August 2016

    Am frühen Morgen des 6. August, nachdem wir gehört hatten, dass gerade 60 Flüchtlinge per Boot aus der Türkei eingetroffen waren, verteilte ein Mitglied unseres Teams mithilfe zweier ehrenamtlicher Helfer Päckchen mit veganer Trockennahrung an die Menschen. Obwohl sie aus Sicherheitsgründen das Essen nicht am Strand übergeben konnten, bekamen sie die Erlaubnis, dies im Camp Vial tun zu dürfen. Der zuständige Beamte rief: „Leute, ihr leistet großartige Arbeit!“ In der Küche bereiteten wir frische Tomaten, Gurken und Pfirsiche für die Austeilung des Abendessens vor. Einige ehrenamtliche Helfer aus Spanien brachten uns griechische sonnengetrockneten Tomaten und Algen und nannten uns „Familie“. Wir fingen auch an, Hummus für den nächsten Tag zuzubereiten. Mithilfe der Ehrenamtlichen verlief die Verteilung des Abendessens g unproblematisch. Eines der veganen Mitglieder von Samaritan’s Purse, (zu Deutsch: „Geldbeutel des Samariters“), einer NRO aus den Vereinigten Staaten, erklärte den Flüchtlingen die gesundheitlichen Vorteile der rein pflanzlichen Ernährung.

    Am Morgen des 7. August, nachdem wir unsere Energie durch Gruppenmeditation und das Ansehen einiger Videos der Meisterin erneuert hatten, reisten einige von uns nach Karfas, um sich mit zwei jungen Norwegern wegen des Camps in Dipethe zu treffen. Der Rest von uns fing mit den Abendbrotvorbereitungen und dem Einpacken von 45 belegten Broten für die Schulkinder an. Nachdem wir mit der Hummus-Herstellung fertig waren, kümmerten wir uns um Brot und Oliven. Außerdem luden wir Kekspackungen ein, die von einigen Anwohnern gespendet worden waren, um sie zum Camp in Souda zu bringen. In beiden Camps knisterte es während der Verteilung vor Aufregung. Viele Flüchtlinge lobten unser Essen.

    Am nächsten Tag nahmen wir an einem kleinen Meeting mit dem NRC (Norwegian Refugee Council) teil. Es ging dabei um die Essensverteilung und um zwei weitere Hilfseinsatz-Küchen. Auch wurde die Planung bezüglich der Zusammenstellung der Gerichte für den nächsten Monat besprochen, das Kochen von veganem Reis und Fideo (kurzen Nudeln) für die Flüchtlinge und die Zubereitung von gesunden veganen belegten Broten für die Schüler.

    Bei der Verteilung an diesem Abend gaben wir das Essen mit Brot, Pfirsichen und Gurken aus. Vier begeisterte junge Ehrenamtliche aus Norwegen und den Niederlanden waren im Camp in Souda bei uns und halfen, alles effizient und einfach hinzukriegen. Im Camp in Dipethe tanzte und sang unser Einsatzteam zusammen mit anderen Ehrenamtlichen mit den Kindern. Es war eine freudvolle Erfahrung und einige Kinder kamen immer wieder zu unseren Einsatzteammitgliedern, küssten und umarmten sie und sagten: „Ich liebe dich!“. Am Ende des Abends kehrten unser Einsatzteam und die neuen jungen Ehrenamtlichen voller Energie und mit einem Lächeln in die Küche zurück, um 100 vegane Trockennahrungspäckchen zur Verteilung an die Neuankömmlinge herzurichten.

    Wir alle wissen diese einfachen Momente der Freude zu schätzen, die wir mit Menschen aus allen Lebensbereichen geteilt haben, und sind allen Personen des öffentlichen Lebens dankbar, die den Bedürftigen helfen. Wir beten dafür, dass die Welt bald mit Frieden und Harmonie für alle erfüllt sein wird.

    Zusammen versorgen wir die Flüchtlinge auf der Insel Chios (Griechenland) mit veganen Speisen – 9. bis 10. August 2016

    Der 9. August war ein heißer Tag auf der Insel Chios und so wurden die Birnen, Tomaten, das Brot und die Gurken, die unser Hilfsteam an die Flüchtlinge ausgab, gerne entgegengenommen. Die Kinder begeisterten sich für die Minions-Aufkleber, die wir ihnen mitbrachten und zufälligerweise wurde am Abend genau dieser Film im Camp in Souda gezeigt! Die Verteilung verlief ganu locker und effizient und die Flüchtlinge freuten sich über die Extraportionen Frischkost.

    Am nächsten Tag organisierten wir Oliven, Hummus, Gurken und Datteln für das Abendbrot. Da die meisten Vorbereitungen am Vortrag getroffen wurden, konnten einige von uns mehr Meditations- und Meeressegnungen genießen. In gehobener Stimmung und energiegeladen kamen wir an den Camps an. Einige Leute teilten uns mit, dass das Essen gut sei und viele Familien kamen zurück, um sich einen Nachschlag zu holen. Im Camp in Souda war mehr los, weil wir weniger Ehrenamtliche waren. Ein junger irakischer Kavalier aus dem Camp kam, als er das sah, und half uns. Nach der Verteilung des Abendessens singen und tanzen wir normalerweise mit den Kindern im Camp von Dipethe. Viele Erwachsene machen dann auch mit, lachen und haben Spaß, während sie essen und Musik hören. Trotz einiger Spannungen, die es in den Lagern vor unserer Ankunft gegeben hatte, war die Atmosphäre entspannt und glücklich. Wir danken Allah für Seine Fürsorge für das Camp und die Menschen dort und dafür, dass Er uns in Freundschaft und Fröhlichkeit zusammenbrachte.

    Am 10. August, während der wöchentlichen Essensbesprechung mit den anderen NROs, informierte uns der NRC (Norwegian Refugee Council), dass sich momentan 815 Flüchtlinge im Camp in Souda und 219 im Camp in Dipethe befanden. Auch wenn nicht voll belegt war, gab es 400 Neuankömmlinge in der ersten Augustwoche, wobei nur ca. 15 Menschen jeden Tag wegen der Verlängerung ihres Asylantrages abreisten. Das erzeugte Bedenken, wo die Neuankömmlinge denn künftig bleiben sollten und wie wir genügend Essen für sie herbekommen könnten. Die in den USA ansässige NGO Samaritan’s Purse meinte, dass wir genug heranschaffen könnten, um 1.300 Menschen satt zu machen und die norwegischen NROs Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) und der NRC würden sich um die Extraportionen kümmern, die bei jeder Mahlzeit verteilt werden. Zusätzlich wird Samaritan’s Purse dafür Sorge tragen, dass die Menschen im Registrierungscamp Vial mit einer Extraportion Obst versorgt werden. Unser Team wird dies mit weiteren nahrhaften Süßigkeiten, wie z. B. Datteln ergänzen.

    Wir sind der griechischen Regierung, den Beamten und Organisationen, die dabei helfen, die Situation der Flüchtlinge zu verbessern, zutiefst dankbar und beten, dass sie bald den Frieden und den Trost eines stabilen Zuhauses erfahren werden, während wir nach bestem Willen gemeinsam eine harmonische Welt mit aufbauen.

    Wir machen damit weiter, auf der griechischen Insel Chios mit Liebe vegane Gerichte herzustellen – 11. bis 15. August 2016

    Am Abend des 11. August servierte unser Hilfsteam auf der Insel Chios den Flüchtlingen Reis und Fideo (kurze Nudeln). Dazu gab es Tomaten, Pfirsiche und Brot. Viele von ihnen lächelten und hoben anerkennend den Daumen, als sie unser veganes Essen kosteten. Viele waren neu im Camp von Souda angekommen, daher standen viel mehr Menschen für das Essen an. Doch dank der Gnade des Himmels hatten wir genau die richtige Menge Reis für jeden, und konnten am Ende sogar noch Extraportionen ausgeben. Im Camp in Dipethe verlief alles reibungslos und so kam das Team früh in die Küche zurück, um Falafel zu machen, wobei wir unsere nagelneue Küchenmaschine für den nächsten Tag einsetzten.

    Am 12. August konnten wir mithilfe spanischer Ehrenamtlicher rechtzeitig zur Verteilung Falafel und Tahin-Sauce, sowie Gurken und Brot vorbereiten. Die Menschen in den Camps waren freudig erregt, als sie Falafel auf dem Speiseplan sahen. Die Atmosphäre in beiden Camps war ruhig und die Leute nahmen ihre Mahlzeiten lächelnd entgegen.

    Nach der Verteilung, gab die Norwegische NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) eine Party in Dipethe mit Snacks, Getränken und viel Tanz. Ehrenamtliche Helfer und Anwohner amüsierten sich mit den Flüchtlingen bis spät in die Nacht hinein. Es war ein gesegneter Tag, der uns mehr Energie für die harte Arbeit gab, den Bedürftigen noch mehr leckere, nahrhafte vegane Gerichte zu liefern.

    Am nächsten Tag teilte uns der NRC mit, dass aufgrund der steigenden Zahl von Neuankömmlingen das Aufnahmecamp Vial seine Kapazität erreicht hatte und mehr Menschen Nahrung benötigten. Deshalb würde unser Team die Zahl der veganen Mahlzeiten entsprechend erhöhen. Zum Abendessen servierten wir den Flüchtlingen köstlichen Hummus und dazu Tomaten, Gurken, Birnen, Brot und Dosenbohnen in Tomatensauce.

    Für die Kinder im Camp in Vial, die zum städtischen Bildungszentrum gingen, machten wir ein spaßiges, veganes Nudelgericht, das aussah wie die Comicfigur SpongeBob SquarePants, mit Tomatensauce und Gemüse obendrauf. In beiden Camps waren die Menschen glücklich über die Frischkost und viele waren auch dankbar für die Dosenbohnen, die wir anboten. Wir werden von den Flüchtlingen regelmäßig auf eine Tasse Tee oder eine Kleinigkeit zu Essen in ihren Zelten eingeladen, denn sie sind alle sehr gastfreundlich.

    Nach einem weiteren Tag, an dem wir Hummus, Brot, Oliven und Datteln ausgegeben hatten, stellten wir am 15. August das Menü wieder auf Reis und Fideo um. Da es ein gesetzlicher Feiertag war, waren alle Bäckereien und Lebensmittelläden geschlossen. Deshalb hatten wir vorher geschnittenes Sandwichbrot und abgepacktes Studentenfutter bestellt, um die Sachen zum Abendbrot servieren zu können. Die Verteilung an beiden Tagen verlief ruhig und angenehm. Wir stellten fest, dass mehr Leute und neue Gesichter zum Essen kamen. Wir hoffen, dass sowohl die alten wie die neuen Flüchtlinge ihre Reise in ein besseres Leben sehr bald fortsetzen werden.

    Wir sind der Höchsten Meisterin Ching Hai auf ewig von Herzen dankbar für das mitfühlende Beispiel und dafür, dass sie uns die kostbare Gelegenheit gab, an dieser Hilfsaktion teilzunehmen. Unsere aufrichtige Wertschätzung gilt der griechischen Bevölkerung, den Organisationen und ehrenamtlichen Helfern, die den Menschen in Not helfen. Wir beten dafür, dass Liebe und Großzügigkeit die Welt regieren und rasch allen Wesen Frieden und Trost bringen mögen.

    Herstellung von arabischem Fladenbrot und sogar noch schmackhafteren Falafel für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios – 16. bis 19. August 2016

    Am 16. August bereitete unser Einsatzteam auf der Insel Chios Tomaten, Gurken, Birnen und Brot für die Abendessensausgabe zu. Auch gaben wir Dosenbohnen und Tüten mit Studentenfutter in den Camps von Souda und Dipethe aus. Die Menschen stellten sich für ihre Portion Frischkost, vegane Trockennahrung und Brot ruhig in Reih und Glied an.

    Am nächsten Morgen während der Essenskoordinationsbesprechung mit allen NROs wurde immer wieder erwähnt, wie außerordentlich die Situation auf der Insel Chios sei. Die Küchen der Ehrenamtlichen sind die Hauptnahrungsmittelquellen für die beiden Camps auf der Insel. Die Spendengelder reichen noch bis Januar 2017 aus. Danach wird die griechische Regierung in der Lage sein, die Flüchtlinge zu ernähren. An diesem Abend gab es zum Abendbrot Hummus, Brot, Oliven, Gurken und eine Nussmischung. Wir konnten das übrig bleibende Essen den Flüchtlingen in Vial geben.

    Am 18. August trafen sich ehrenamtliche Helfer von verschiedenen NROs mit einer Gruppe Flüchtlinge, um eine Rückmeldung bezüglich der angebotenen Mahlzeiten zu bekommen. Wir erfuhren, dass viele Flüchtlinge arabisches Fladenbrot vermissten, das in Griechenland kaum bekannt ist. Wir werden es sofort bestellen. Nachdem wir den Reis und Fideo (kurze Nudeln) zum Abendbrot gemacht hatten, fingen wir mit der Zubereitung von Falafel an. Wir luden eine liebe Syrierin ein, die im Camp in Souda lebte, damit sie uns bei der Rezeptänderung helfen konnte, sodass es den Flüchtlingen besser schmeckte. Die Frau erzählte uns, dass, obwohl sie nach außen hin glücklich aussah, ihr Herz sehr schwer sei, weil sie sich nach ihrer Familie zuhause sehnte. Wir beten, dass alle Familien und sich Nahstehenden bald wieder vereint sind, die Welt bald friedlich ist und alle Wesen in Harmonie miteinander leben können.

    Liebevolle Ehrenamtliche helfen bei der Herstellung von Falafel und die Schulkinder aus dem Camp Vial freuen sich über die veganen Pausenbrote auf der griechischen Insel Chios – 19. bis 22. August 2016

    Am 19. August mussten wir für die Falafel-Zubereitung tausende kleine Bällchen mit der Hand formen und in Fett herausbacken. Gottseidank bekamen wir Hilfe von zwei Ehrenamtlichen aus Spanien, die uns inzwischen „Familie“ nennen, einem neuen ehrenamtlichen Helfer aus Italien, einem zurückgekehrten Ehrenamtlichen aus der Tschechischen Republik und einigen ortsansässigen ehrenamtlichen Helfern. Zusammen machten wir fast 5.000 Falafel, wobei wir das Rezept von Mervat, einer lieben Syrierin aus dem Camp in Souda verwendeten. Bei der Abendessensausgabe half uns Mervat dabei, die Falafel mit Tahinsauce den anderen Bewohnern des Camps zu servieren. Viele waren erfreut, sie dort zu sehen und unserer Gruppe sehr dankbar dafür, dass wir weiterhin Lösungen fanden, um die Gerichte noch mehr nach ihren Wünschen zuzubereiten. Die Rückmeldungen waren sehr positiv und die Atmosphäre unbeschwert und fröhlich.

    Am nächsten Tag boten wir Frischkost mit Trockenfrüchten und Nüssen an. Da die frischen Tomaten immer sehr beliebt sind, gibt es großen Andrang, wenn wir Extraportionen haben. Inzwischen kennen wir viele der Menschen, die in den Camps wohnen und uns immer mit einem Lächeln und manchmal auch mit Küsschen und Umarmungen begrüßen. Wir sind dankbar, dass wir nahrhafte vegane Speisen an unsere Freunde verteilen können und schätzen die einladende Art der Menschen, die in den Camps leben, sehr.

    Am 21. August machten wir belegte Brote mit veganem Käse, Hummus, Tomaten und Salat und verteilten Bananen und Saft an die Kinder im Camp von Vial, die in eine von der Schweizer NRO Be Aware And Share (BAAS) (wörtlich: sei aufmerksam und teile) geführte Schule gehen. Das Essen wurde von den Ehrenamtlichen von BAAS am nächsten Tag abgeholt. Sie erzählten uns, dass die Kinder unser Essen liebten und einer der Schüler sogar behauptet hatte, er/sie käme nur wegen des köstlichen Essens zur Schule. An diesen beiden Tagen verteilten wir Hummus und ein Reis- und Fideo-Gericht, vor allem in den Camps von Souda und Dipethe. Wir werden weiterhin unser Bestes tun, um den Menschen zu dienen, die in den Camps leben und hoffen, dass ihr Asylantrag bald bearbeitet sein wird, damit sie innerlich zur Ruhe kommen und ein besseres Leben führen können.

    Traditionelles syrisches Tabouleh und Falafel sind die Freitagsgerichte für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios – 23. bis 26. August 2016

    Am 23. August begrüßte unser Team auf der Insel Chios fünf neue Teammitglieder, die aus der Mongolei angereist waren. Wir servierten den Flüchtlingen auch Frischkost. Am nächsten Tag bereiteten wir Reis und Fideo, sowie weiße Bohnen mit Tomatensauce für die Verteilung am 25. August vor. Mervat, die Syrerin aus dem Camp in Souda kam, um uns zu zeigen, wie man traditionelles Tabouleh macht, das mit Bulgur, gehackter Petersilie, Tomaten und Gurken, die mit Zitronensaft und Olivenöl vermischt werden, hergestellt wird. Es ist ein wirklich erfrischendes Gericht und wir werden es wohl in den Speiseplan aufnehmen. Mervat half uns liebevoll dabei, genug Tabouleh für das Schülerabendbrot im Camp in Vial herzustellen. Es gab auch veganes Eis am Stiel für die Kinder, das freundlicherweise von Samaritan’s Purse, einer NRO aus den Vereinigten Staaten, gespendet worden war.

    Mit den neuen zusätzlichen Teammitgliedern waren wir in der Lage, das Abendessen für die Kinder persönlich zum Bildungszentrum von BAAS zu liefern und stellten dort auch die Bücher der Meisterin Die Hunde in meinem Leben und Die Vögel in meinem Leben in Englisch, sowie Die Edlen Wildtiere auf Deutsch der Schule vor, um den Kindern dabei zu helfen, neue Sprachen zu lernen. Einer der ehrenamtlichen Helfer von BAAS führte uns zum Jugendzentrum, wo viele Aktivitäten und Programme organisiert wurden, um ein Ventil für die Kreativität und Ausdruckskraft der jungen Menschen anzubieten. Auf diese Weise können sie auch anderen Jugendlichen in einem stressfreien Umfeld begegnen. Wir hoffen, dass diese Art Unterstützung weiterhin bestehen bleibt und alle jungen Leute in einer friedlichen, harmonischen Welt aufwachsen.

    Am 26. August stellten wir mit vielen helfenden Händen fast 5.670 Falafel-Bällchen her. Das bedeutet, dass vier Falafel-Bällchen pro Person sowohl im Camp von Souda als auch in Dipethe serviert werden konnten. Wir machten eine kleine Variation der Tahinsauce, indem wir ihr gewürfelte Tomaten und kleingehackte Petersilie hinzufügten. Alle waren begeistert! Einige Leute wollten Nachschlag. Obwohl es sehr zeitaufwändig war, so viele Bratlinge von Hand herzustellen, lieben wir den Falafel-Freitag, weil es auch der Tag des Lieblingsessens für die Flüchtlinge ist.

    Heute verabschiedeten wir uns von zweien unser Teammitglieder aus Formosa. Unsere mongolischen Mitglieder der Vereinigung sangen ihnen zu Ehren ein schönes Lied. Wir waren alle sehr gerührt und angetan von ihrer herzlichen Darbietung. Wir hoffen, dass Freude, Lachen und Frieden den gesamten Planeten durchfluten und wir bald in einer heiteren Welt leben werden.

    Ein neues veganes Gericht für die Schulkinder im Camp Vial auf der griechischen Insel Chios – 27. bis 29. August 2016

    Am 27. August kochten wir ein neues Nudelgericht für die Schulkinder des Camp Vial, das aus veganem gehacktem Protein in Tomatensauce und gemischtem Gemüse bestand. Die Nudeln sahen aus wie Spaßfiguren aus beliebten Kinderserien. Wir bereiteten außerdem Tüten mit Datteln, Saft-Packs und Gurkenstifte für die Kinder zu. In der Küche hatten wir Besuch von einem unserer Flüchtlingsfreunde aus dem Camp Vial, der gewöhnlich den ganzen Weg zum Camp in Souda zurücklegt, um uns zu sehen. Er arbeitete fleißig und effizient, um uns bei der Hummus-Vorbereitung zu helfen und Nuss-Mischungen abzupacken und zu verteilen. Wir waren sehr ergriffen und freuten uns, dass er wieder bei uns war.

    Am nächsten Tag stellten wir vegane Mittagsgerichte, die auch aus belegten Broten mit veganem Käse, Salat, Gurken, Hummus und Tomaten, sowie Karottenstiften, Oliven und Saft bestanden, für die Schulkinder im Camp Vial her. Als die ehrenamtliche Helferin der Schweizer NRO Be Aware And Share (BAAS) kam, um das Abendessen für die jungen Menschen abzuholen, teilte sie uns mit, dass eines der Kinder dringend etwas zum Anziehen brauchte. Daher fuhren wir schnell zu einem Kaufhaus in der Nähe und kauften alles, was gebraucht wurde. Sowohl im Camp von Souda als auch in Dipethe servierten wir Hummus mit Brot und Studentenfutter. Die Atmosphäre war ruhig und die Verteilung verlief reibungslos.

    Am 29. August machten wir mehr als die übliche Menge Reis und Fideo (kurze Nudeln) mit gemischtem Gemüse. Viele Menschen in den Camps von Souda und Dipethe stellten sich zufrieden darüber für eine zweite Portion an. Wir hatten sogar noch genug für einen hungrigen Ehrenamtlichen von Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean), einer norwegischen NRO, übrig. Er lebt vegan und hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. So sorgten wir dafür, dass er eine ordentliche Menge abbekam. Wir waren dankbar für die Gelegenheit, den Menschen zu dienen, die eine harte Zeit durchmachen. Wir hoffen, dass die ruhige Atmosphäre in den Camps bestehen bleibt und die Flüchtlinge bald ihre Reise in die Länder ihrer Wünsche antreten können.

    Dankbarkeit für ein süßes Lächeln und der Versuch, auf der griechischen Insel Chios auf eine neue Art Reis zu kochen – 30. bis 31. August 2016

    Jeden Tag arbeitet unser Einsatzteam auf der Insel Chios daran, 1.000 Portionen vegane Mahlzeiten im Camp von Souda und 300 Portionen im Camp von Dipethe servieren zu können. Gelegentlich können wir Extraportionen anbieten und die Flüchtlinge sind mehr als glücklich darüber. Am 30. August verteilten wir Frischkost und Nussmischungen, sowie frisch gebackenes Brot. Danach umarmten uns zwei süße arabische Mädchen, gaben uns einen Kuss und brachten uns bei, wie man „Dankeschön“ und „Ich liebe dich“ auf Arabisch sagt. Das Lächeln eines kleinen Mädchens war die harte Arbeit des ganzen Tages wert, wie wir fanden.

    Am nächsten Tag, nachdem wir die letzten Handgriffe für das Hummus vollendet hatten, servierten wir ein schmackhaftes Gericht voller Liebe, Nährstoffen und jeder Menge Kalorien. Zum Hummus gab es Oliven, Gurken, Brot und gemischte Nüsse. Die Verteilung in beiden Camps verlief störungsfrei und die Menschen waren glücklich über das Essen.

    Um unsere Art, Reis zu kochen zu verbessern, hatte ein Teammitglied die Idee, wildes Schilfgras vom Strand zu sammeln und daraus Dampfröhrchen zu machen. Wir kochen den Reis normalerweise in großen Töpfen, wobei es schwierig ist, ihn gleichmäßig zu garen. Wir werden die Grasröhrchen einige Tage zum Dampfablassen benutzen, um zu sehen, ob der Reis dann besser gelingt.

    Mehr Flüchtlinge kommen in den Camps von Souda und Dipethe auf der griechischen Insel Chios an – 1. bis 3. September 2016

    Aufgrund der steigenden Zahl Menschen, die sich auf den Weg über die Ägäis von der Türkei nach Griechenland machen, steigt auch die Zahl der Flüchtlinge auf der Insel Chios. Die neuen Flüchtlinge wurden vorher zum offiziellen Aufnahmecamp in Vial gebracht und blieben dort. Jetzt, da es seine Kapazität erreicht hat, kommen sie zu den Camps in Souda und Dipethe. Unser Einsatzteam auf der Insel muss nun ungefähr 1.450 Portionen veganes Essen in beiden Lagern servieren.

    Am 1. September kochten wir Reis und Fideo (kurze Nudeln) mit Gemüse, und es gab frischgebackenes Brot, Birnen und Datteln. Die Idee, handgemachte Dampfröhrchen aus Gras beim Reiskochen zu verwenden, funktionierte gut. Es war die Idee eines unserer Mitglieder. Der Reis war gleichmäßiger gegart, da die Grasröhrchen wir Kamine wirkten, die den Dampf nach oben abließen. Wir werden den Prozess das nächste Mal noch etwas verbessern, indem wir die Röhrchen etwas kürzer schneiden, damit mehr Dampf im Topf zirkulieren kann.

    Zu unserer großen Ehre erhielten wir einen Dankesbrief per E-Mail von Floramae, einer Sprecherin von Samaritan’s Purse, einer NRO aus den Vereinigten Staaten. Sie schrieb:

    „Es war ein Vergnügen, die letzten Monate mit Ihnen zu arbeiten, um Essen für die Flüchtlinge auf Chios anzubieten. Ich bewundere Ihre achtsamen und beharrlichen Bemühungen, jeden Tag köstliche, nahrhafte Gerichte herzustellen. Im Namen von Samaritan’s Purse möchte ich unseren aufrichtigen Dank an Sie aussprechen und wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre weiteren Bemühungen.“

    Am 2. September halfen uns zwei Flüchtlinge aus dem Camp Souda in der Küche und gaben uns gute Ratschläge für die Verbesserung der Falafel. Wir gaben ein wenig mehr Wasser dazu, um sie feuchter zu machen und nahmen weniger Gewürze. Wir probierten auch zum ersten Mal Falafel-Kellen aus, mit denen wir die Bällchen schneller herstellen konnten. Die Kellen waren ein zeitlich genau passendes Geschenk des Kochs Ifty Patel, der die The People’s Street Kitchen ins Leben rief und sich immer noch über die Facebook-Seite Love Pyotu über unsere Arbeit auf dem Laufenden hält. Unsere Falafel, die mit Tahinsauce, frischen Gurken und Fladenbrot serviert wurden, waren der größte Hit seit eh und je. Im Camp Souda kam ein Junge zu uns und umarmte und küsste uns vor lauter Dankbarkeit.

    Wir trafen einen 22 Jahre alten Syrer, der vor einigen Tagen aus der Türkei auf der Insel angekommen war. Während der Reise über die Ägäis kenterte das kleine Boot und er musste vier Stunden lang schwimmen, bis er von der griechischen Küstenwache gerettet wurde. Er verlor alles bis auf die Kleidung, die er am Körper trug. Trotz einer so extremen Tortur blieb er positiv und guten Mutes. Wir werden ihm helfen, indem wir ihm neue Kleidung besorgen.

    Am 3. September machten wir vegane Nudeln mit einer köstlichen Tomatensauce und gehacktem gemischtem Gemüse für die Kinder aus dem Camp Vial, die zu der Schule gehen, die von der Schweizer NRO Be Aware and Share geführt wird. Dazu gab es eine Nuss-Mischung und Saft für die Kinder.

    Um den wöchentlichen Speiseplan für die Camps etwas abwechslungsreicher zu gestalten, planen wir einen leckeren, veganen Russischen Salat zu machen, den wir alle lieben. Wir freuen uns darauf, neue vegane Gerichte für die Flüchtlinge herzustellen, die auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten. Wir wünschen uns aufrichtig, dass die Länder ihre Grenzen öffnen und die vertriebenen Menschen aufnehmen, damit sie ein liebevolles Zuhause finden.

    Wir freuen uns, die Gerichte für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios nach neuen veganen Rezepten zuzubereiten – 4. bis 6. September 2016

    Am 4. September servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios Hummus, schwarze Oliven, Fladenbrot und eine Nuss-Mischung in den Camps von Souda und Dipethe. Die herzhaften Favabohnen in Tomatensauce servierten wir mit Reis und der nächste Tag war ein Hit! Da wir mitbekamen, dass die Menschen mehr Abwechslung in ihren Mahlzeiten brauchten, setzten wir weitere vegane Gerichte auf den wöchentlichen Speiseplan. Sowohl am 4. als auch am 5. September machten wir köstliche vegane Sandwiches mit Tomaten, Gurken und veganem Käse für die Schulkinder vom Camp Vial.

    Am 6. September kamen mehr Menschen auf der Insel Chios aus der Türkei an. Zum Glück hatten wir genügend Frischkost, Rosinen und Brot zum Verteilen an alle Stammbewohner und auch an die Neuankömmlinge in beiden Camps. Wenn die See ruhig ist, erwarten wir mehr Neuankömmlinge und werden so entsprechend mehr Portionen herstellen. Wir freuen uns schon darauf, neue Rezepte auszuprobieren, um mehr Vielfalt und gute Nahrung für die Menschen in Not anbieten zu können.

    Kleiner Sprachunterricht auf der Insel Chios und Treffen mit einem Freund in Athen – 7. bis 9. September 2016

    Zwei Flüchtlinge kommen regelmäßig zu The People’s Street Kitchen auf der Insel Chios, um unserem Einsatzteam bei der Zubereitung veganer Mahlzeiten zu helfen. Sie bringen uns ein paar Worte Arabisch bei, damit wir mit den Flüchtlingen kommunizieren können, wenn wir das Essen austeilen. Wir bringen ihnen Englisch bei, um ihnen bei den Befragungen, die anlässlich ihrer Asylanträge stattfinden, zu helfen.

    Laut des Norwegischen Flüchtlingsrates (NRC) gibt es mittlerweile 1.000 Menschen im Camp in Souda und 257 im Camp in Dipethe. Wir bereiten immer mehr Essensportionen vor, falls es Neuankömmlinge gibt. Am 7. September machten wir Reis und Fideo (kurze Nudeln) in Tomatensauce mit Gurken, schwarzen Oliven, Rosinen und frisch gebackenem Brot. Am nächsten Tag kochten wir Reis und Linseneintopf, dazu gab es Birnen, Datteln und Brot. Der Linseneintopf war eine weitere Neuerung für unser Küchenteam und wurde abends gerne gegessen.

    Freitag ist immer der Tag des Lieblingsessens der Flüchtlinge – Falafel mit Tahinsauce beträufelt. Wieder waren am 9. September die Falafel ein Riesenhit für jeden. Sogar die Ehrenamtlichen der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) und der NRC wollten welche probieren, weil sie so lecker aussahen und rochen. Voller Dankbarkeit machten wir eine große Menge und konnten die Menschen ohne Essensmarken bedienen, auch jene, die den ganzen Weg vom Camp Vial hergekommen waren.

    Am gleichen Tag reiste eines unserer Teammitglieder nach Athen, um Ali und seine Familie zu treffen. Sie sind syrisch/kurdische Flüchtlinge, die unseren medizinischen Teams im Camp von Idomeni Anfang des Jahres assistierten. Ali arbeitete als Übersetzer und half uns außerdem, ein System zu entwickeln, mit dem wir alle Patientendaten, sowie die Krankheiten und die Behandlung erfassen konnten. Es war so eine Wohltat, Ali, seine Frau und seinen kleinen Jungen in einem besseren Umfeld und glücklicher zu sehen. Sie werden sehr bald nach Litauen übersiedeln, um dort ein neues Leben anzufangen. Noch mehr hat es uns gefreut, als wir hörten, dass sich die Familie inzwischen vegan ernährt und sich mit den spirituellen Lehren der Meisterin befasst. Wir hoffen, dass viele Menschen in den Kreis des Mitgefühls eintreten und vegan leben, für eine friedliche, harmonische Welt.

    Hilfe von Freunden aus Italien; die Flüchtlinge freuen sich über die herzhaften, veganen Gerichte auf der griechischen Insel Chios – 10. bis 11. September 2016

    Am 10. September kam ein Paar aus Italien zur „The People’s Street Kitchen“, die von unserem Einsatzteam auf der Insel Chios geführt wurde, weil sie wissen wollten, wie wir für die Flüchtlinge kochen und das Essen ausgeben. Beide sind Vegetarier und einer von ihnen arbeitet für das Migrationsbüro im Aufnahmecamp Vial. Schließlich halfen sie uns bei der Essenszubereitung und machten belegte Brote für die Schulkinder. Sie waren von unserer Teamarbeit und davon, dass die Küche ausschließlich vegan ist, beeindruckt.

    Am 11. September servierten wir einen sehr gesunden Congee (Reisbrei), der mit Reis, kurzen Nudeln, Kartoffeln, Karotten und gelben Linsen gekocht wird. Dazu gab es eine Nuss-Mischung und Fladenbrot. Viele der Flüchtlinge waren dankbar für das herzhafte vegane Gericht und bedachten uns mit viel Lob. Sie waren dankbar und voller Wertschätzung für die Mühe, die wir uns bei der Zubereitung ihres Essens geben. Nach dieser herzlichen Reaktion fühlten wir uns alle sehr glücklich und mit neuer Energie aufgeladen. Wir hoffen, dass sich die Menschen auf der ganzen Welt eine Haltung der Großzügigkeit und Dankbarkeit zu eigen machen.

    Tiefe Dankbarkeit für die Segnungen der Meisterin und aufrichtige Wertschätzung für die Hilfe der Ehrenamtlichen auf der griechischen Insel Chios – 12. bis 13. September 2016

    Am 12. September servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios zum ersten Mal vegane Fusili-Nudeln mit einer reichhaltigen Tomatensauce. In beiden Camps kam das Gericht sehr gut an und wurde mit Daumen nach oben bewertet. Die rote Sauce wurde aus frischen Tomaten, Tomatenmark, Soja-Hack, Olivenöl, Zwiebeln, grünen Erbsen, etwas Knoblauch und getrockneten Datteln hergestellt. Die Verteilung verlief schnell und angenehm in einer ruhigen Atmosphäre und jeder der Anwesenden fühlte sich wohl.

    Am nächsten Tag servierten wir einen köstlichen Eintopf aus grünen Linsen und Reis, sowie frische Tomaten, frischgebackenes Brot und getrocknete Pflaumen. Den Leuten schmeckte das vegane Essen sehr gut und viele von ihnen fragten nach einer Extraportion. Am Ende des Tages gaben wir sogar unsere leeren Tüten denen, die sie brauchten. Nichts wurde weggeworfen und so nannten wir es „Echtzeit-Recycling“.

    Wir sind sehr dankbar für die freundliche Hilfe der Ehrenamtlichen der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) und einigen Flüchtlingen, die uns dabei halfen, den Bereich für die Essensausgabe täglich frohgestimmt herzurichten. Vor allem empfinden wir tiefste Dankbarkeit für die Segnungen der Meisterin, die uns alle mit bedingungsloser Liebe und Fröhlichkeit umfängt.

    Neue vegane Gerichte werden serviert. Dankbarkeit für die liebevollen NROs auf der griechischen Insel Chios – 14. bis 16. September 2016

    Am 14. September führte unser Hilfsteam auf der Insel Chios sowohl für die Flüchtlinge im Camp von Souda als auch in Dipethe zum Abendbrot ein weiteres neues veganes Gericht ein, und zwar einen Tomaten- und Favabohnen-Eintopf. Wir verteilten auch frisches Gemüse und gemischte Nüsse. Auf dem Marktplatz nahe dem Camp in Dipethe fand eine Demonstration der Anwohner statt, die ihre Unzufriedenheit über die Flüchtlingssituation auf der Insel kundtaten. Deshalb verteilten wir das Essen im Camp, nicht auf dem Fußweg draußen, so wie wir es normalerweise tun. Obwohl wir eine große Menge vorbereitet hatten, ging das Essen schnell weg. Und so liefen einige Teammitglieder schnell zum örtlichen Supermarkt und kauften geschnittenes Brot. Dann fuhren sie zum Camp in Souda, um mehr Eintopf zu holen. Wir waren für die Geduld und Freundlichkeit der Wartenden sehr dankbar.

    Am nächsten Tag gab es Reis mit Linsen in Tomatensauce. Den Menschen in beiden Camps schmeckte das vegane Essen sehr gut, besonders die Sauce, und so taten wir unser bestes, jede Portion mit so viel Tomatensauce wie möglich zu versehen. Wir verteilten außerdem frische Tomaten, Birnen, Nussmischung und frisches Brot. Eine ältere Dame von der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) kam, um uns mitzuteilen, dass wir sehr gute Arbeit leisteten und sie unsere Mühen sehr schätzte. Ihre freundlichen Worte erfüllten uns mit Liebe und neuer Energie.

    Am 16. September bereiteten wir Falafel zu. Als eines unserer Teammitglieder fragte, warum wir freitags immer Essen machen, das „fried [gebraten]“ werden muss, witzelte ein anderer: „Weil „Fry-day [Freitag]“ ist. Ein Passant, der die Falaffel zufällig im Vorbeigehen roch, hielt vor unserer Küche an und wollte welche kaufen. Wir schenkten ihm ein paar, damit er sie als Kostprobe mit Nachhause nehmen konnte.

    Während unseres täglichen Essensausteilens entwickelten wir ein enges Verhältnis zu einigen Flüchtlingen. Wir bekamen Küsse und Umarmungen und eine der Damen begrüßte eines unserer Mitglieder mit „Mama“. Unter den neueren und auch einigen älteren Camp-Bewohnern sehen wir immer mehr lächelnde Gesichter und sind dankbar für diese positive Entwicklung.

    Wir sind auch Organisationen dankbar, wie der in den USA ansässigen NRO Samaritan’s Purse und dem Norwegischen Flüchtlingsrat (NRC), deren Belegschaft sehr hart und fleißig arbeitet, um die ehrenamtlichen Küchen auf der Insel Chios zu unterstützen, damit diese weiterhin Essen für die Flüchtlinge kochen können. Ohne die Unterstützung und Zusammenarbeit mit diesen großherzigen Organisationen wären unsere Einsatzteammitglieder nicht in der Lage, weiterzumachen. Wir sind allen dankbar, die dafür arbeiten, den Schmerz und das Leid der Menschen in Unglück und Not zu lindern. Möge Gott sie alle segnen.

    Umgeben von freundlichen und liebevollen Menschen auf der griechischen Insel Chios – 17. bis 18. September 2016

    Am 17. September servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios vegane Nudeln mit Tomatensauce und Veggie-Hack. Außerdem gab es Nektarinen, Erdnüsse und frisches Brot. Viele Flüchtlinge sprachen den Nudeln sehr zu, und sagten, dass sie sie jeden Tag essen könnten. Einige Menschen kamen, um uns zu mitzuteilen, wie sehr ihnen das Gericht geschmeckt hat und einige tanzten sogar, um ihre Wertschätzung zu zeigen. Als wir zur Küche zurückkamen, gab uns eine Person freundlicherweise eine Flasche selbstgemachtes Olivenöl. Wir fühlen uns so gesegnet, so aufmerksame Menschen um uns zu haben.

    Am nächsten Tag bereiteten wir Reisporridge mit Fideo (kurzen Nudeln), Sojaprotein, Karotten, Kartoffeln und Mais zu, und es gab schwarze Oliven, gemischte Nüsse und Fladenbrot. Es war das zweite Mal, dass wir Reisporridge machten. Obwohl sie das Gericht von Haus aus nicht kannten, wollten viele Leute es probieren. Die Atmosphäre war ruhig und die Verteilung verlief viel schneller und angenehmer als sonst. Wir spürten die Warmherzigkeit und Fürsorge zwischen den Menschen. Im Camp von Souda kam ein kleines Mädchen mit einer Packung Nüsse zu uns und fragte, ob wir sie für sie öffnen könnten. Als sie offen war, steckte sie eine Erdnuss in den Mund eines Teammitglieds und bedankte sich. Das war ein sehr liebevoller und zärtlicher Moment.

    Wir freuten uns zu sehen, dass viele Menschen in den Camps ihr bestes in ihrer momentanen Situation taten, um zufrieden und positiv zu bleiben. Wir fühlen uns immer mehr in ihre Gemeinschaft aufgenommen und nehmen wahr, welche Ehre das ist. Wir wünschen ihnen eine Fülle an Gottes Liebe und Segen.

    Wir freuen uns über die Rückkehr eines Freundes, verabschieden herzlich einige Teammitglieder und sind dankbar dafür, dass den Flüchtlingen unsere veganen Mahlzeiten auf der Insel Chios (Griechenland) schmecken – 19. bis 20. September 2016

    Am 19. September freute sich unser Einsatzteam auf der Insel Chios über die Rückkehr einer ehrenamtlichen Helferin, die vorher Anfang des Jahres bei The People’s Street Kitchen mitgeholfen hatte. Sie kommt aus Irland und unterstützt unsere Arbeit hier mit voller Kraft. Sie stellte fest, dass die Stimmung in den Camps viel ruhiger war, besonders während der Essensausgabe. In beiden Lagern gab es vegane Penne mit Tomatensauce, Erbsen, Zwiebeln und etwas Knoblauch. Dazu wurden Birnen und Pflaumen serviert. Sobald die Leute ihre Portion Nudeln entgegengenommen hatten, aßen sie sie sofort auf und teilten uns mit, wie sehr sie ihnen geschmeckt hatte.

    Da fünf unserer mongolischen Teammitglieder uns am nächsten Tag verlassen würden, gab es ein veganes Abendesse in Kostas Restaurant. Kostas ist der bemerkenswerte Mensch, der letztes Jahr dabei half, zusammen mit dem Koch Ifty Patel „The People’s Street Kitchen“ zu gründen. Wir fühlten uns geehrt, mit den wunderbaren und liebevollen Brüdern und Schwestern aus der Mongolei zusammen gearbeitet zu haben und wünschten ihnen eine gute Heimreise.

    Am 20. September servierten wir grüne Linsen mit Reis, ein weiteres veganes Gericht, das sehr beliebt bei den Flüchtlingen ist, zusammen mit frischen Tomaten, Nussmischung und frischem Brot. Einige Leute stellten sich noch einmal an, um nach einem Nachschlag zu fragen. Ehrenamtliche Helfer der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) probierten unser Gericht ebenfalls und waren begeistert davon. Wir freuten uns sehr über die Komplimente. Wir wünschen allen Menschen auf der Welt, sich täglich mit nahrhaften, veganen Mahlzeiten sattessen zu können. Welt Vegan, Welt Frieden.

    Die Schließung des Camps in Dipethe und das Eintreffen neuer Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios – 21. bis 22. September 2016

    Während der Essensbesprechung mit den anderen NROs am 21. September, erfuhr unser Einsatzteam auf der Insel Chios, dass das Camp in Dipethe geschlossen werden sollte und die meisten Flüchtlinge in Hotels oder Camps in Athen zurückgebracht werden, je nach Stand der Bearbeitung ihrer Asylbewerbung. Der Norwegische Flüchtlingsrat riet uns, die Essensmenge in den nächsten Tagen diesen Umständen anzupassen.

    Abends servierten wir in beiden Camps Favabohnen in einer reichhaltigen Tomatensauce, frisches Gemüse, Erdnüsse und Fladenbrot. Am nächsten Tag gab es Reis mit Fideo (kurzen Nudeln), Veggiehack und Erbsen und dazu Äpfel, Nussmischung und frisches Brot. Es waren deutlich weniger Leute im Camp von Dipethe und sie freuten sich über die Extraportion veganes Essen, die sie erhielten. Ein kleines Mädchen erzählte uns voller Freude, dass sie und ihr Bruder gegessen hätten und jetzt sehr satt seien. Sie sagten, es sei köstlich gewesen.

    Im Laufe der letzten paar Tage sind über 100 Menschen verschiedener Nationalität auf der Insel Chios neu angekommen. Am Nachmittag des 22. September hielt eine kleine Gruppe von Neuankömmlingen eine Demonstration ab, um Ihren Sorgen bezüglich des Asylbewerbungsprozesses Ausdruck zu verleihen und versperrten den Eingang zum Camp in Souda. Zum Glück räumten sie die Barrikaden vor dem Abendessen weg, nachdem die Ehrenamtlichen, Beamten und andere Flüchtlinge sie dazu überredet hatten. Die Stimmung beruhigte sich wieder und wir konnten mit der Verteilung der veganen Gerichte fortfahren. Möge Gottes Liebe alle Flüchtlinge umfassen.

    Wir bedienen weiterhin die Camps in Dipethe und Souda; wir heißen neue Teammitglieder willkommen und verabschieden uns herzlich von denen, die die griechischen Insel Chios verlassen – 23. bis 24. September 2016

    Am 23. September bereitete unser Einsatzteam auf der Insel Chios Nudeln mit Tomatensauce, Nussmischung und Fladenbrot zum Abendessen zu. Im Camp von Dipethe waren sogar noch weniger verglichen mit gestern, da die meisten Familien in Hotelunterkünfte umgesiedelt worden waren. Im Camp in Souda stellten sich viele Menschen für das vegane Essen an und die Verteilung dauerte wie üblich zwei Stunden. Wir freuten uns, dass den Flüchtlingen das Essen schmeckte.

    Am nächsten Tag gab es grüne Linsen mit Fladenbrot, Tomaten, Gurken, Nussmischung und Oliven. Obwohl der Norwegische Flüchtlingsrat etwa 60 Menschen zählte, die noch im Camp von Dipethe waren, verteilten wir 110 Portionen des veganen Essens, weil viele zurückkamen, um sich einen Nachschlag zu holen.

    Während der letzten Tage haben wir uns von einigen wunderbaren Teammitgliedern aus der Mongolei und den Vereinigten Staaten verabschiedet und gleichzeitig neu ankommende Teammitglieder begrüßt. Ein Mitglied aus Südkorea kam zum zweiten Mal wieder und wurde von einigen Flüchtlingen erkannt. Ein Kind war so glücklich, ihn wiederzusehen, dass es die ganze Zeit an ihm dranhing! Es war so schön, dieses Wiedersehen zu beobachten. Wir sind dankbar für die Liebe und die Unterstützung der Mitglieder unserer Vereinigung aus allen Teilen der Welt. Vor allem sind wir unserer geliebten Meisterin dankbar dafür, dass Sie uns den Weg gezeigt und uns daran erinnert hat, liebevoll, dankbar, freundlich und aufmerksam gegenüber Menschen in Not zu sein.

    Wir verabschieden uns von allen Asylsuchenden und wünschen ihnen alles Gute, als das Camp in Dipethe auf der Insel Chios (Griechenland) schließt – 25. Bis 26. September 2016

    Am 26. September servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios zum letzten Mal das Abendessen. Nach der Verteilung überbrachte uns der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) die Nachricht, dass das Camp geschlossen wird. Die verbleibenden Flüchtlinge werden in das Camp in Souda gebracht. Eine ortsansässige Dame, die einen Laden in unserer Nähe besitzt, meinte zu uns, dass sie die Flüchtlinge vermissen wird, mit denen sie sich inzwischen angefreundet hatte. Ihre Kinder haben immer mit deren Kindern gespielt und es sei dadurch eine enge Bindung entstanden. Ihre liebevolle Reaktion und Loyalität war herzerwärmend. Wir wünschen uns, dass alle Asylsuchenden von liebevollen Anwohnern umgeben sein mögen, egal in welchem Land sie leben. Wir hoffen, dass ihre Asylbewerbungen bald durch sind, damit sie bald ein neues Leben anfangen können.

    Im Camp in Souda arbeiten wir bei der Essensausgabe immer sehr zügig, damit die Flüchtlinge nicht so lange in der Schlange warten müssen, besonders, wenn das Wetter kühler wird. Wir servierten heute vegane Fusili-Nudeln, Äpfel, Nussmischung und frisches Brot. Gestern hatte es Kichererbsen, schwarze Oliven, Erdnüsse und Fladenbrot gegeben.

    Drei ehrenamtliche Helfer der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) kamen in die Küche und sagten, sie wollten schon immer mal sehen, wie wir das Essen kochen. Sie waren von der Herstellung der Gerichte beeindruckt, weil die Küche sehr klein ist und es nur fünf Gasbrenner und große Töpfe gibt, um Tausenden von Menschen ein leckeres Essen zu kochen. Sie waren wirklich erstaunt und dankbar. Wir danken ihnen ebenfalls von ganzem Herzen für ihre liebevolle Unterstützung.

    Wir servieren ein veganes Abend- und Mittagessen im Camp von Souda auf der Insel Chios (Griechenland) – 27. bis 28. September 2016

    Mit der Schließung des Camps in Dipethe brauchte unser Einsatzteam auf der Insel Chios nur noch für das Camp in Souda Mahlzeiten servieren. Am 17. September kochten wir Reis und es gab dazu grüne Linsen mit frischen Tomaten, gemischten Nüssen und Fladenbrot. Einer unserer freiwilligen Helfer aus Italien machte ein köstliches Pilz-Risotto für uns und wir waren dankbar für seine Unterstützung.

    Am 28. September änderten wir unseren Plan und verteilten das Essen mittags, da eine weitere Demonstration der Anwohner stattfand, die ihrer Frustration über die Flüchtlingssituation auf der Insel Ausdruck verliehen. Gottseidank verlief die Demonstration friedlich. Wir servierten Favabohnen und Linsen in einer reichhaltigen Tomatensauce, zusammen mit Fladenbrot, frischen Tomaten, Pfirsichen und Nussmischung.

    Während der Essensverteilung spielten einige von uns mit den Kindern und redeten mit den Leuten. Ein junger Mann aus Kamerun interessierte sich für Veganismus, Meditation und unsere Vereinigung. Wir empfahlen ihm eine Internetseite (www.SMCHIA.com), auf der er sich das Freiexemplar Der Schlüssel zur sofortigen Erleuchtung auf Französisch herunterladen und die Videos der Meisterin ansehen kann. Gott segne unseren Planeten für Welt Vegan, Welt Frieden.

    Dankbarkeit für die Unterstützung und Liebe unserer Flüchtlingsfreunde auf der griechischen Insel Chios – 29. bis 30. September 2016

    Am 29. September kochte unser Einsatzteam auf der Insel Chios fünf Töpfe Reis für über 1.200 Menschen. Wir benutzen und verbessern weiterhin die Technik, die von einem unserer Teammitglieder erfunden worden war und benutzen Grasröhrchen, um den Dampf in den großen Töpfen zum Zirkulieren zu bringen, damit der Reis gleichmäßig gar wird. Das heutige Menü bestand aus Reis mit Fideo (kurzen Nudeln), Erbsen und gemischtem Gemüse, das mit Fladenbrot, Birnen und gemischten Nüssen serviert wurde.

    Einige unserer Teammitglieder fanden Zeit, die kleine Küche, die wir benutzen, zu reinigen und aufzuräumen, damit es dort angenehm und sauber war. Einer unserer festen Helfer war ein wenig traurig, weil er eines der anderen Mitglieder vermisste, das gestern abgereist war. Er stammt ursprünglich aus Syrien und bleibt im Aufnahmelager Vial. Da er in seinem Land viel durchmachen musste, sind wir wie eine Familie für ihn.

    Am 30. September servierten wir im Camp von Souda zum Abendessen Fusili-Nudeln in einer reichhaltigen Tomatensauce mit Soja-Hack und Zwiebeln, zusammen mit frischen Tomaten, schwarzen Oliven, Pflaumen und Fladenbrot. Einer der Camp-Bewohner übersetzte für uns auf der Frauenseite der Schlange, die für das Essen anstand. Dadurch konnten wir ihre Bedürfnisse verstehen und mit ihnen lachen. Wir waren für diesen freundlichen Helfer sehr dankbar. Wir waren außerdem sehr erfreut über die Veränderung, die in einem jungen Mann mit Namen Khalid aus Syrien vor sich ging. Er lächelte, sang und sprach mit uns öfter als vorher und machte sogar Witze. Es war ein wunderbarer Tag für uns.

    Wir bieten kranken Flüchtlingen Trost und vegane Speisen auf der Insel Chios in Griechenland – 1. bis 2. Oktober 2016

    Am Abend des 1. Oktober kamen viele junge Leute, um unserem Einsatzteam auf der Insel Chios beim Ausladen des Transportwagens und der Verteilung des veganen Abendessens im Camp von Souda zu helfen. Sie waren froh, dass sie uns helfen konnten und mit der Hilfe eines Übersetzers klappte es auch sehr gut. Während wir Extraportionen ausgaben, sangen die wartenden Menschen in der Schlange ein Dankeslied. Es war wunderbar, sie so freudig zu sehen. Unser Abendmenü bestand aus Reis und grünen Linsen, die mit frischen Tomaten, Gurken, Datteln und Fladenbrot serviert wurden. Außerdem brachten wir vegane Nudeln vom Vortag zu einem Altenheim. Sie waren dort sehr dankbar für das Essen und luden uns ein, wiederzukommen.

    Am 2. Oktober kam ein junger Mann aus Kamerun mit dem Namen Jonathan zu uns und reinigte den Bereich vor der Küche. Er war an den Lehren der Meisterin und an unserer Vereinigung interessiert und das vegane Essen unseres Teamkochs schmeckte ihm ausgezeichnet. Wir servierten im Camp von Souda Favabohnen mit Tomatensauce und Oliven, Datteln, Erdnüsse und Fladenbrot. Ein kleines Mädchen schenkte unseren Teammitgliedern und den ehrenamtlichen Helfern der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) einen Strauß Bougainvillea. Es war eine liebevolle Geste und wir genossen es, inmitten der wunderschönen Flora zu arbeiten.

    Auf die Bitte der UNHCR (UN-Flüchtlingshilfe) hin brachten wir Flüchtlingen Essen, die in einem Hotel in der Nähe der Küche untergebracht waren und besondere Betreuung benötigten. Zwei Männer aus Syrien waren sehr krank, jedoch aktuell nicht in der Lage, Krankenhäuser in Athen aufzusuchen. Es war klar, dass sie eine besondere Diät brauchten und TLC (innige, liebevolle Fürsorge). Wir verbrachten besonders viel Zeit mit ihnen und luden ein Lied der Meisterin auf das Smartphone des jungen Mannes, wobei wir ihn ermutigten, es immer anzuhören, wenn er sich schlecht fühlte. Wir riefen außerdem Salvamento Marítimo Humanitario (Humanitarian Maritime Rescue) (SMH) (auf Deutsch etwa: Humanitäre maritime Hilfseinsatztruppe) an, um den Menschen mit ärztlicher Versorgung beizustehen. SMH sind wahre Helden. Sie sind eine kleine Gruppe ehrenamtlicher Helfer mit medizinischer Ausbildung aus dem Baskenland in Spanien, die Flüchtlinge in Not hingebungsvoll medizinisch versorgen. Wir werden weiterhin diese kranken Menschen besuchen und ihnen nahrhafte vegane Mahlzeiten bringen. Wir beten dafür, dass sie sehr bald ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt werden.

    Ergriffen von der Unterstützung durch die Flüchtlinge und deren Veränderungen – Insel Chios (Griechenland) – 3. bis 5. Oktober 2016

    In letzter Zeit kamen viele Neuankömmlinge auf der Insel Chios an und so musste unser Einsatzteam mehr vegane Essensportionen zubereiten, damit alle satt wurden. Am 4. Oktober, nachdem wir die Abendessensausgabe im Camp Souda beendet hatten, kamen einige neue Leute nach der Registrierung im Camp Vial an. Sie sahen erschöpft aus. Zum Glück hatten wir ein paar Reste übrig und so gingen wir zu ihnen und boten ihnen eine Mahlzeit an. Am nächsten Abend kam ein Mann zu uns, um uns mitzuteilen, dass das Essen köstlich sei. Er sagte immer wieder „Danke“, wobei er seine Hand in Dankbarkeit auf sein Herz legte. Wir waren zutiefst gerührt und dankbar für seine aufrichtige Anerkennung.

    In den vielen Monaten, die wir hier auf der Insel verbringen, hatten wir Gelegenheit, viele Menschen zu kontaktieren und die positiven Veränderungen in ihnen wahrzunehmen. Zum Beispiel trank der 19 Jahre alte Khalid aus Syrien, als wir ihn zum ersten Mal trafen, und hatte jegliche Hoffnung verloren. Eines Tages, als er uns seine Geschichte erzählte, brach er zusammen und weinte. Inzwischen hat er aufgehört zu trinken, sieht klar und fröhlich aus und albert mit uns herum. Er hilft uns auch manchmal in der Küche. Wir danken dem Himmel für diese großartige Entwicklung, die in ihm stattgefunden hat.

    Jonathan, ein junger Mann aus Kamerun, der uns ebenfalls in der Küche hilft, war sehr deprimiert, weil er sein Handy verloren hatte, das ihm die einzige Möglichkeit bot, mit seiner Familie zu sprechen, die Videos der Meisterin zu sehen oder das Freiexemplar Der Schlüssel zur Sofortigen Erleuchtung zu lesen. Nachdem wir ihm ein neues geschenkt hatten, war er äußerst glücklich darüber, dass er wieder mit seiner Familie in Kontakt treten und sich weiterhin mit den Lehren der Meisterin befassen konnte.

    Veganes Mittagessen mit besonderen Gästen; weitere Neuankömmlinge im Camp von Souda auf der Insel Chios (Griechenland) – 6. bis 7. Oktober 2016

    Am 6. Oktober bereitete unser Einsatzteam auf der Insel Chios ein köstliches veganes Mittagessen für zwei besondere Gäste, die unsere Küche besuchten zu: eine war eine Vertreterin des Europäischen Amts für humanitäre Hilfe (ECHO) und der andere war der regional Geschäftsführer des Flüchtlingsrates (NRC) in Griechenland. Sie wollten sehen, wie wir es schafften, jeden Tag für Tausende Flüchtlinge zu kochen. Beide waren erstaunt darüber, dass dies auf so kleinen Raum mit so wenigen Töpfen möglich war. Sie waren doppelt beeindruckt vom veganen Mittagessen, das aus veganen Nori- Rollen, Sommerrollen, Hummus auf Salat, veganen Proteinscheiben mit Aubergine, gebratenen Nudeln, veganem Käse und Dampfnudeln bestand. Der regionale Geschäftsführer meinte, dass er bei so einem Essen sehr leicht vegan werden könnte.

    Zum Abendessen gab es im Camp von Souda Reis mit Fideo (kurzen Nudeln), gemischtem Gemüse und Tomatensauce. Wir teilten auch Bananen, Nussmischung und Fladenbrot aus. Die Menschen liebten das Essen und am Ende der Verteilung waren alle Portionen weg. Zwei ehrenamtliche Helfer der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) kamen nach ein paar Monaten hierher zurück und brachten wieder Musik und Tanz mit. Es war eine Freude, sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen zu beobachten, wie sie sich dem Vergnügen hingaben.

    Am nächsten Tag gaben wir über 1.470 Portionen an die Neuankömmlinge im Camp von Souda aus, ohne dass jemand leer ausging. Wir machten Fusilli-Nudeln mit Tomatensauce, Soja-Hack und Zucchini. Dazu gab es frische Tomaten, schwarze Oliven und Fladenbrot. Den Menschen schmeckte das Nudelgericht so sehr, dass sie zurückkamen, um sich für die köstliche Mahlzeit zu bedanken.

    Ansonsten stellten wir fest, dass eine Entenfamilie in der Nähe unseres Teamlagerplatzes lebte. Es war herzerwärmend zu sehen, dass die Leute sie als Teil der Lebensgemeinschaft akzeptiert hatten. Sie fütterten die Enten nicht nur, sondern bauten ihnen in dem kleinen Hafen sogar ein Hausboot. Die Enten kamen gelegentlich an unsere Türschwelle, um Wasser und Futter zu bekommen, was wir ihnen sehr gerne gaben. Wir beten, dass alle Kreaturen, Menschen und Nicht-Menschen friedlich auf der Erde zusammenleben.

    Erholung von einem Brand im Camp von Souda; Anwohner spenden Gemüse für die Flüchtlinge auf der Insel Chios in Griechenland – 8. bis 9. Oktober 2016

    Am frühen Morgen des 8. Oktober erhielt unser Einsatzteam auf der Insel Chios Nachrichten und Fotos über WhatsApp. Im Flüchtlingscamp in Souda hatte es in den Morgenstunden gebrannt. Viele Container der NROs brannten und einige Leute mussten evakuiert werden. Zum Glück wurde niemand verletzt. Mit dem Herzen sind wir bei den Familien und Einzelpersonen, die durch diese Tortur gehen mussten, und das in ihrer aktuellen Situation.

    Zum Glück war das Camp zur Abendessenszeit wieder ruhig und von den verbrannten Trümmern befreit worden. Wir servierten 1.420 Portionen veganen Grüne-Linseneintopf mit Reis und dazu Tomaten, Gurken, Datteln und Fladenbrot. Wir hatten auch genug für die Neuankömmlinge. Da die Beleuchtung im Camp nach dem Brand noch nicht repariert worden war, benutzten wir Stirnlampen, Taschen- oder Handylampen während der Verteilung. Ehrenamtliche Helfer von der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) spielten Musik für die Kinder und gaben eine kleine Tanzparty, die alle etwas aufmunterte.

    Am 9. Oktober hielten einige Anwohner an unserer Küche an, um Tiefkühlbohnen und Karotten für die Flüchtlinge zu spenden. Wir waren für die Unterstützung der aufmerksamen Menschen dankbar. Dann gab es Favabohnen in einer reichhaltigen Tomatensauce mit Oliven, Feigen, Nussmischung und Fladenbrot. Nach der Abendessensausgabe kam ein liebes kleines Mädchen und umarmte alle Ehrenamtlichen. Es war ihre Art, danke und Gute Nacht zu sagen. Es war so süß und herzerwärmend. Wir wünschen ihr, dass sie immer so liebevoll und lustig bleibt.

    An diesen beiden Tagen machten wir vegane belegte Brote und Snacks für die Schulkinder vom Camp Vial. Für die jungen Mädchen, die einen Ausflug machten, der von der NRO Be Aware and Share organisiert worden war, packten wir vegane Nudeln und ein Gemüsegericht ein.

    Hilfe vom Norwegischen Flüchtlingsrat; Vorbereitungen für das kältere Wetter auf der Insel Chios (Griechenland) – 10 bis 11. Oktober 2016

    Am 10. Oktober, als die Elektroleitungen im Camp von Souda auf der Insel Chios nach dem Brand vor einigen Tagen immer noch nicht repariert worden waren, installierte der Norwegische Flüchtlingsrat freundlicherweise Lampen, die von einem tragbaren Generator auf dem Dach eines der Lieferwägen unseres Einsatzteams mit Energie versorgt wurden. Dank ihrer Unterstützung waren wir in der Lage, über 1.360 Portionen vegane Fusili-Nudeln mit Tomatensauce, Soja-Hack und Zucchini, zusammen mit frischen Bananen, Erdnüssen und Fladenbrot zu servieren. Wir machten außerdem ein veganes Abendessen für die Schulkinder aus dem Camp Vial, das aus Nudeln, Erdnüssen, Safttütchen und kleinen veganen Schokoladentafeln bestand.

    Am nächsten Tag kamen neue Flüchtlinge nach der Registrierung in Vial im Camp in Souda an. Wir teilten persönlich ein veganes Abendessen aus, sodass sie sich nicht dafür anstellen mussten. Sie waren dankbar für das Essen, vor allem nach der kräftezehrenden Bootsreise von der Türkei nach Griechenland. Wir händigten jedem veganen Eintopf mit grünen Linsen aus und dazu frische Tomaten, Erdnüsse, Datteln und Fladenbrot.

    Als die Temperaturen fielen, suchten die Behörden nach einem anderen Ort für die Essensverteilung, damit die ehrenamtlichen Helfer und die Flüchtlinge vom Wetter nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch hielten sie nach anderen Unterbringungsmöglichkeiten im Camp Souda Ausschau, da die Zelte für kaltes, nasses Wetter nicht geeignet waren. Wir hoffen, dass sie bald eine Lösung finden werden.

    Vegane Mahlzeiten für Neuankömmlinge und weitere Flüchtlingshilfe im Camp von Souda auf der griechischen Insel Chios – 12. bis 13. Oktober 2016

    Am 12. Oktober teilte unser Hilfsteam auf der Insel Chios 1.230 Portionen herzhafte Kichererbsen mit Tomatensauce und Fladenbrot, frischen Tomaten, Birnen und eine Nussmischung an die Flüchtlinge im Camp Souda aus. Während der Verteilung informierte uns ein Ehrenamtlicher der norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean), dass sich 15 neue Leute im Camp aufhielten und alle hungrig und müde seien. Wir reservierten viele vegane Portionen für sie und händigten sie ihnen persönlich aus, wobei wir ihnen guten Appetit wünschten. Wir sind immer dankbar für die Unterstützung von „Ein Tropfen im Ozean“, und geben ihnen immer etwas zu Essen.

    Am 13. Oktober bereiteten wir für die Schulkinder vom Camp in Vial 35 Portionen eines veganen Reis- und Fideogerichts und leckeren veganen Käse zu, der in Griechenland hergestellt wird. Wir gaben ihnen außerdem Erdnüsse, Saft und vegane traditionell griechische Kekse mit. Für die Flüchtlinge servierten wir zum Reis- und Fideogericht noch frische Bananen, Erdnüsse und Fladenbrot.

    Eines unserer Teammitglieder machte Mandelmilch für das ganze Team und verwendete die restlichen Teile der Mandeln für die Herstellung von veganem Fisch und Schinken. Es war eine nette Leckerei für das Team. Das Essen war absolut köstlich und außerdem umweltfreundlich. Wir wünschen allen Menschen auf der Welt, dass sie ein nachhaltiges Leben führen, ihren ökologischen Fußabdruck mindern und vegane Speisen genießen, die so gut sind wie unsere.

    Dankbar für internationale Helfer in der Küche; Es gibt ein neues veganes Gericht auf der Insel Chios (Griechenland) – 14. bis 15. Oktober

    Am 14. Oktober, dank der Unterstützung durch fünf Flüchtlinge aus dem Camp in Souda und unserem regulärem Helfer, Salem, war unser Einsatzteam auf der Insel Chios in der Lage, 1.326 Portionen vegane Fusili-Nudeln für diesen Abend zu kochen und ein neues veganes Gericht, das sich Ragout nennt, für morgen vorzubereiten. In unserer Küche ging es zu wie in einer Mini-UNO, mit Leuten aus 12 verschiedenen Ländern, die sich versammelt hatten, um 60 Kilo Zwiebeln, 160 Kilo Kartoffeln und 100 Kilo Süßkartoffeln zu schälen und zu schneiden, und 20 Kilo Erdnüsse zu mahlen.

    Zu unserer großen Freude war das Ragout ein Hit. Es schmeckte allen und war die perfekt herzhafte Mahlzeit für eine kalte Nacht. Wir servierten außerdem frische Tomaten, Erdnüsse und Fladenbrot. Wir stellten fest, dass sich nun etwas weniger Leute zum Essen angestellt hatten und erfuhren später vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, dass ein paar Familien in Hotels untergebracht worden waren.

    Für die Schulkinder vom Camp Vial machten wir 30 vegane belegte Brote aus Vollkornweizenbrot, veganem Käse, Tomaten, Salat und ein paar Blättchen Petersilie. Wir gaben ihnen außerdem Orangensaft und vegane Weintraubenkekse mit. Die Ehrenamtlichen von Be Aware And Share, der Schweizer NRO, die die Schule betreibt, bedankte sich bei uns für die Mahlzeiten. Wir sind den ehrenamtlichen Helfern verschiedener Organisationen sehr dankbar für ihre Hilfe während der Krise und wünschen ihnen viel Kraft, Liebe und Mut.

    Auf der griechischen Insel Chios wird das Wetter kälter – 16. bis 18. Oktober 2016

    Am 16. Oktober gesellte sich ein junger syrisch/kurdischer Flüchtling aus dem Camp in Souda zu unserem Hilfsteam auf der Insel Chios, um 1.190 Portionen eines veganen Favabohnen-Gerichtes für die Flüchtlinge und 40 vegane Sandwiches für die Schulkinder vom Camp Vial herzustellen. Wir waren wirklich dankbar für diese Hilfe. Unsere üblichen Helfer aus dem Camp Vial ließen uns wissen, dass die Schulkinder fanden, dass die belegten Brote die besten auf der ganzen Welt seien.

    Am nächsten Tag war das Wetter extrem windig und kühl. Wir stellten fest, dass einige Flüchtlinge während der Abendessensausgabe sehr dünne Kleidung und Flip-Flops trugen. Wir gingen mit einem Mann, der sich krank fühlte, zu einem Kaufhaus und halfen ihm, einen warmen Kapuzenpulli auszusuchen, eine Regenjacke, Socken und feste Schuhe. Er war uns dafür sehr dankbar.

    Am 18. Oktober waren weniger Menschen im Camp von Souda, weil einige Familien in Hotels umgezogen und andere im Camp von Vial untergebracht waren. Wir teilten 940 Portionen veganen Eintopf mit grünen Linsen und Reis, sowie frische Tomaten, Datteln und Fladenbrot zum Abendessen aus. Es war auch sehr stürmisch und kalt, als sei der Winter eingekehrt. Zum Glück erfuhren wir, dass der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen in einigen Tagen eine Kleiderverteilung durchführen wird.

    Treffen mit anderen Ehrenamtlichen-Küchen, um den Service für die Flüchtlinge zu verbessern; rührende Geschichten von den Flüchtlingen auf der Insel Chios (Griechenland) – 19. bis 20. Oktober 2016

    Am 19. Oktober nahm unser Einsatzteam auf der Insel Chios an einem Meeting mit anderen Ehrenamtlichen-Küchen teil, das im Büro des Norwegischen Flüchtlingsrates (NRC) stattfand. Ein Thema war, zur Geschmacksverbesserung mehr Salz ins Essen zu tun. Unser Teammitglied machte sich Sorgen um diejenigen, die hohen Blutdruck haben. Der NRC versicherte uns, dass die Menschen, die Schonkost brauchen, vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen gesondert versorgt werden würden.

    Nach der Zusammenkunft wurden drei Flüchtlingsvertreter zum Mittagessen in unsere Küche eingeladen. Sie schlugen sieben vegane traditionelle Gerichte vor, die wir in Zukunft ausprobieren könnten. Einige unserer Teammitglieder brachten Salem, unserem fleißigen Helfer aus dem Camp Vial, Englisch bei. Er lernte die Zahlen und wie man „I”, „you,” „he,” und „she” anwendet. Es ist nicht leicht für ihn, doch er versucht es immer wieder. Wir sind auf der Suche nach Englischbüchern für ihn.

    Zum Abendessen servierten wir Kichererbsen in reichhaltiger Tomatensauce mit Fladenbrot, frischen Tomaten, Feigen und Erdnüssen. Es waren weniger Leute zum Essen da, da das Wetter kälter wurde und einige von ihnen nach Athen abgereist waren. Eine Gruppe junger Männer aus Syrien erzählte uns, dass es schwierig für sie sei, Kleidung zu bekommen, da die schwachen Menschen zuerst damit versorgt würden. Wir versprachen ihnen, sie bald mit warmen Jacken, Schuhen und Socken einzudecken. Durch unser Gespräch erfuhren wir außerdem, dass zuhause in Syrien eine Schule bombardiert worden war und viele ihrer Klassenkameraden und Lehrer es nicht geschafft hatten. Wir danken Gott, dass sie noch am Leben sind, ermutigten sie, guter Hoffnung zu bleiben und mit uns für den Weltfrieden zu beten.

    Am nächsten Tag servierten wir 1.235 Portionen eines veganen Nudelgerichts aus Tomatensauce, Soja-Hack und Zucchini, zusammen mit Fladenbrot, frischen Tomaten und schwarzen Oliven. Wir machten außerdem 40 Portionen vegane Nudeln und Snacks für die Schulkinder vom Camp Vial fertig. Die Flüchtlinge kamen und halfen uns, das Essen in unserer Küche zuzubereiten. Einer von ihnen, ein Mann aus dem Libanon, erzählte uns, dass er von der Türkei bis zur Insel Chios geschwommen sei. Dafür hatte er sieben Stunden gebraucht! Wir waren über seine unglaubliche Leistung erstaunt. Er verriet uns auch, dass er aufgehört hatte, Fleisch zu essen, als er 5 Jahre alt war, weil er den Gedanken nicht ertragen konnte, Tiere zu essen. Er raucht und trinkt nicht und lebt jetzt komplett vegan. Hocherfreut gaben wir ihm eine arabische Ausgabe des Buches der Meisterin Von der Krise zum Frieden – der biovegane Weg ist die Antwort, und hoffen, dass die Worte der Weisheit der Meisterin ihm Trost und Inspiration geben werden.

    Wir stellen jede Woche am „Überraschungs-Freitag” neue vegane Gerichte vor; auf der griechischen Insel Chios – 21. bis 22. Oktober 2016

    Unser Einsatzteam auf der Insel Chios beschloss, jeden Freitag einen „Überraschungs-Freitag” zu veranstalten, an dem ein neues veganes Gericht vorgestellt wird, damit Abwechslung in das Abendmenü für die Flüchtlinge im Camp von Souda kommt. Am 21. Oktober, unserem ersten Überraschungs-Freitag, gab es einen leckeren Eintopf aus Veggie-Protein mit Kartoffeln, weißen Bohnen, Kichererbsen, Karotten, Zucchini, Pilzen und Reis. Die Nachricht vom leckeren neuen Gericht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Camp und 1.200 Portionen wurden ganz schnell verteilt, ohne dass etwas übrig blieb. Einige Frauen kamen zu uns herüber und sagten, es sei das beste Essen gewesen, das wir je gekocht hätten. Wir waren überglücklich und dankten Gott für die Inspiration.

    Am nächsten Tag gaben wir des Feedbacks der Flüchtlinge entsprechend mehr Salz in den Reis und die Fideo (kurze Nudeln), die mit Fladenbrot, Bananen und Erdnüssen serviert wurden. Bei dem kälteren Wetter freuten sich die Leute über das heiße und würzige Essen. Am Ende des Tages war alles weg. Ein freiwilliger Helfer vom Norwegischen Flüchtlingsrat spielte zur Unterhaltung Musik für die in der Schlange warteten, und einige Leute fingen an zu tanzen. Viele Kinder kamen und ihre Gesichter waren als süße Kätzchen bemalt. Sie „miauten“ und wir „miauten“ zurück. Die Stimmung war warmherzig und freudig.

    Heute war außerdem der Geburtstag eines unserer mongolischen Teammitglieder. Obwohl wir keinen Ofen hatten, gelang es unserem talentierten Koch aus Formosa, eine Art gedämpften Orangenkuchen mit schöner Dekoration herzustellen. Jeder freute sich über den Kuchen, unter anderem unsere zwei Helfer aus den Camps von Souda und Vial.

    Umweltfreundliche Techniken werden beim Kochen der Mahlzeiten für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios angewendet – 23. Bis 24. Oktober 2016

    Am 23. und 24. Oktober bereitete unser Einsatzteam vegane Vollkornbrote und ein leckeres Nudelgericht ausschließlich für die Kinder vom Camp Vial zu. Sie gehen zu einer Schule, die von der Schweitzer NRO Be Aware And Share (BAAS) betrieben wird. Die Ehrenamtlichen von BAAS bedankten sich für das vegane Essen, denn die Kinder lieben es und es ist das, worauf sie sich am meisten freuen, wenn sie zur Schule kommen.

    Den Flüchtlingen vom Camp in Souda servierten wir am ersten Tag Favabohnen und ein veganes Nudelgericht mit Zucchini und Soja-Hack am zweiten Tag, das mit Fladenbrot, verschiedenen Früchten und Nüssen ausgegeben wurde. Als es windig wurde, deckten wir die Mahlzeiten ab, damit sie nicht voll Sand oder Staub wurden.

    Anlässlich des Tages der Höchsten Meisterin Ching Hai am 25. Oktober und der Verabschiedung vier unserer mongolischer Teammitglieder backte unser Koch einen besonderen Schokoladendampfkuchen, dekoriert mit Orangen, und es gab Pommes frites und Bio-Sojamilch. Die übriggebliebenen Sojareste wurden verwendet, um Seidentofu und frittierte Sojakekse herzustellen. Das war schmackhaft und umweltfreundlich.

    In unserer Küche tun wir unser Bestes, alles wiederzuverwenden und zu recyceln, um Mutter Erde zu schützen. Zum Beispiel werden alle Gemüseschalen und Essensabfälle für einen ortsansässigen Biobauern aufgehoben, der sie täglich abholt. Die Verpackungstüten und Schachteln werden entweder in der Küche wiederverwendet oder den Flüchtlingen zum Transport ihrer Mahlzeiten gegeben. Wir werden weiterhin unseren ökologischen Fußabdruck verringern und für eine friedliche vegane Welt arbeiten.

    Besondere Leckereien anlässlich des Feiertages der Höchsten Meisterin Ching Hai auf der Insel Chios (Griechenland) – 25. bis 26. Oktober 2016

    Anlässlich des Feiertages der Höchsten Meisterin Ching Hai am 25. Oktober teilte unser Einsatzteam auf der Insel Chios Lokum aus, eine traditionelle vegane Leckerei aus dem Mittleren Osten. Zum Abendessen gab es veganen Linseneintopf mit Reis. An diesem windigen und kalten Abend waren die Bewohner für die scharfe, herzhafte Mahlzeit und die Süßigkeiten sehr dankbar. Viele kamen zurück, um sich mehr davon zu holen, bis wir nichts mehr hatten. Unser Einsatzteam erfreute sich an veganem, alkoholfreiem Wein, der von einem Teammitglied hergestellt worden war. Zwei unserer festen Küchenhelfer aus dem Flüchtlingscamp hoben anerkennend die Daumen.

    Derzeit sind weniger Menschen im Camp von Souda, weil einige Flüchtlinge weiter in Hotels, und andere nach Athen gebracht wurden. Am 26. Oktober servierten wir 1.045 Portionen Kichererbsen in Tahinsauce zusammen mit Tomatenwürfeln und Petersilie, Fladenbrot, frischen Tomaten, Erdnüssen und Feigen. Die Tahinsauce war mit der Hilfe einer jungen Dame aus Syrien hergestellt worden, die uns auch bei der Austeilung des Abendessens half. Dank ihr und anderen ehrenamtlichen Helfern im Camp konnte das Essen schnell und auf angenehme Weise verteilt werden.

    Dankbar für die Hilfe unserer Flüchtlingsfreunde in The People’s Street Kitchen auf der griechischen Insel Chios vom 27. bis 30. Oktober 2.16

    Am 27. Oktober servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios 1.041 Portionen veganes Nudelgericht zusammen mit Fladenbrot, frischen Tomaten, Erdnüssen und Rosinen. Einige junge Flüchtlinge halfen uns beim Aufbau im Camp Souda. Plötzlich gingen die Flutlichter aus und einige der Flüchtlinge schalteten ihre Smartphone-Taschenlampen ein, um uns zu leuchten. Wir waren für ihre rechtzeitige Hilfe dankbar. Wir packten Lokum mit einem veganen Kichererbsen-Gericht für die Schulkinder im Camp Vial ein. Für die morgigen Mahlzeiten halfen uns drei Flüchtlinge dabei, das Gemüse vorzubereiten. Einer von ihnen war Küchenchef und schnitt die Tomaten schnell und professionell. Er machte außerdem einen feinen Tabouleh-Salat für uns.

    Der 28. Oktober war ein Nationalfeiertag in Griechenland. Als unser Lastwagen die Küche erreichte, wurden wir von Salem, unserem Stammhelfer aus dem Camp Vial begrüßt, der fröhlich mit der griechischen Fahne herumwedelte. Wir servierten das Abendessen zum ersten Mal an einem neuen Austeilungsort, den der Norwegische Flüchtlingsrat aufgebaut hatte. Er war viel besser und wir hatten mehr Platz dort. Wir verteilten 1.030 Portionen Eintopf mit Veggie-Protein, gemischtem Gemüse und Reis, der alle in dieser kalten und windigen Nacht von innen her aufwärmte.

    Am nächsten Tag servierten wir weitere 1.120 Portionen Reis mit Fideo (kurzen Nudeln) mit Gemüse und Fladenbrot, frischen Bananen und Erdnüssen. Für die Schulkinder in Vial machten wir 40 ihrer Lieblingssandwiches mit veganem Käse, Tomaten, Tahin, Petersilie und Salat. Einer unserer Helfer, Jihad aus dem Camp in Souda, kochte ein schön dekoriertes, traditionelles syrisches Reisgericht für uns, das wir uns dankbar schmecken ließen.

    Am Abend des 30. Oktober verteilten wir weniger Essen als sonst, weil mehr Flüchtlinge umgezogen waren und wegen eines Konfliktes, der sich in der Nacht zuvor ereignet hatte. Da wir wussten, dass einer unserer Helfer einige Stunden lang für die Polizei gedolmetscht hatte und veganes Essen brauchten, bereitete unser Koch schnell ein köstliches Mahl zu, das wir sofort an ihn und die anderen Übersetzer lieferten. Wir verteilten außerdem Lokum an die Polizei, um ihnen den Abend etwas zu versüßen. Wir hoffen, dass sich alle Konflikte und Spannungen im Camp legen und die Menschen liebevoller und verständnisvoller in diesen schwierigen Zeiten miteinander umgehen.

    Wir servieren ein traditionelles syrisches Gericht auf der griechischen Insel Chios – 31. Oktober bis 02. November 2016

    Nach dem letzten Konflikt im Camp von Souda hörten wir, dass die Leiter der jeweiligen Gemeinschaft eines jeden Camps in einer Nacht zusammenkamen, um darüber zu sprechen, wie man Frieden in das Camp bringen könne. Wir hoffen, dass diese Art der Kommunikation weitergeht.

    Am 31. Oktober servierten wir zum Abendessen über 1.100 Portionen eines veganen Nudelgerichtes und dazu Fladenbrot, frische Bananen und Erdnüsse. Mit der Hilfe von Jihad, einem ehrenamtlichen Helfer aus Flüchtlingskreisen, machten wir 40 vegane Fajitas für die Schulkinder vom Camp Vial. Jihad verwendete zum ersten Mal veganes Protein und es gelang ihm vortrefflich.

    Am nächsten Tag kamen weniger Leute, um unser veganes Reisgericht zu essen, welches wir wegen der kühlen Nacht ausgaben. Zwei Familien waren nach Athen aufgebrochen. Im Laufe des Tages entfernten wir zusammen mit zwei Flüchtlingen einen großen Palmenstumpf, der den Zugang zu einer Straße blockierte. Ein weiteres Teammitglied putzte die Küchenfenster.

    Am 2. November servierten wir zum ersten Mal ein traditionelles syrisches Gericht, das vegan war und aus Riesenbohnen in Tahinsauce bestand. Fladenbrot, frische Tomaten, Feigen und Erdnüsse wurden ebenfalls ausgeteilt. Wir versuchen immer, die Gerichte zu verbessern, damit alle zufrieden sind.

    Gewöhnung an den Regen und die Zubereitung von Mjadara auf der Insel Chios (Griechenland) -3. bis 6. November 2016

    Trotz des kalten und windigen Wetters kehrte am 3. November ein liebes Paar aus Ancona in Italien zur People’s Street Kitchen zurück, um unserem Einsatzteam beim Zubereiten der Mahlzeiten zu helfen. Sie waren zuvor im April hier gewesen. Wir sind wirklich dankbar für ihre Freundlichkeit und ihre Unterstützung. Zum Abendessen servierten wir im Camp von Souda 1.054 Portionen eines veganen Nudelgerichts und dazu Fladenbot, schwarze Oliven und Nussmischung. Wir machten auch 40 gesunde vegane belegte Brote für die Schulkinder aus dem Camp Vial, die eine Schule besuchen, die von der Schweizer NRO Be Aware And Share (BAAS) betrieben wird. Wir machen immer auch für die ehrenamtlichen Helfer von BAAS Lunchpakete und sie sind uns dafür sehr dankbar.

    Wegen des beständigen Regens am 4. November gingen wir nach drinnen, um Gemüse und andere Zutaten vorzubereiten. Es war sehr eng, doch es gelang uns, einen herzhaften veganen Eintopf mit Reis zu kochen, der mit Fladenbrot, frischen Tomaten und Erdnüssen ausgegeben wurde. Wir erfuhren, dass der Regen in einige Zelte der Flüchtlinge eingedrungen war und dadurch viele ihrer Kleidungsstücke und Habseligkeiten nass geworden waren. Wir beten dafür, dass die Lebensumstände bald besser werden.

    Gottseidank schien die Sonne am 5. November wieder. Unser Team servierte zum Abendessen 1.027 Portionen Reis und Fideo (kurze Nudeln) und dazu jede Menge Bananen, Fladenbrot und Erdnüsse. Zusätzlich zu nahrhaften veganen Sandwiches für die Schulkinder aus dem Camp Vial gaben wir jedem Kind eine vegane Schokowaffel als Süßigkeit mit.

    Dank der Unterstützung von Küchenchef Jihad und einigen anderen Flüchtlingen aus dem Camp von Souda kochten wir am 6. November das traditionell syrische Reis- und Linsengericht Mjadara. Jihad kocht leidenschaftlich gern und ist froh, dass er wieder etwas Leckeres zaubern kann. Er ist sehr auf die Wünsche des Teams bedacht und machte Falafel für uns alle. Er machte auch welche für die Schulkinder aus Vial, die wir in Vollkornsandwiches legten und mit Tahinsauce, Tomaten und Salat versahen. Am darauffolgenden Tag hörten wir, dass die Kinder begeistert davon gewesen waren. Wir sind ebenfalls dankbar für die Gelegenheit, mit solch wunderbaren Menschen verschiedenster Nationalität und unterschiedlichster kultureller Herkunft zusammenarbeiten und von ihnen lernen zu können. Möge Gott sie alle segnen.

    Ehrenamtliche Helfer aus aller Welt arbeiten harmonisch bei der Zubereitung der Mahlzeiten zusammen; wir kochen ein veganes, traditionelles nigerianisches Gericht auf der griechischen Insel Chios – 7. bis 11. November 2016

    In diesen Tagen arbeiteten auf der Insel Chios viele Flüchtlinge im Camp von Souda ehrenamtlich in der Küche unseres Einsatzteams mit. Wir waren sehr glücklich, die Menschen verschiedener Nationalität in Einklang miteinander arbeiten zu sehen. Sie halfen nicht nur, sondern kochten auch leidenschaftlich gern.

    Am 7. November verteilten wir 1.100 Portionen vegane Nudeln mit Tomatensauce und dazu Kiwis, Erdnüsse und Fladenbrot. Das Essen schmeckte allen so gut, dass absolut nichts übrig blieb. Jihad, unser junger Flüchtlingsfreund, machte 40 Portionen Reis mit Gemüse zum Abendbrot für die Schulkinder aus dem Camp Vial. Wir packten außerdem Saft, schwarze Oliven und vegane Schokoladenwaffeln für sie ein.

    Am 8. November kamen Gäste der Baskischen Ehrenamtlichen Küche, um uns zu interviewen und zuzusehen wie wir den Reis in den großen Töpfen kochten. Jihad zeigte ihnen seine Methode und unser Küchenchef führte vor, wie man Grasröhrchen benutzt, um den Dampf zirkulieren zu lassen. Wir servierten ihnen Griechischen Kaffee, veganen Käse und frittierte Sojakuchen. Die Gäste waren sehr beeindruckt. Das Reisgericht, das Jihad zubereitete, erntete viel Lob von den Flüchtlingen und viele quittierten es mit aufgestelltem Daumen. Ein weiterer Flüchtling mit dem Namen Victor kochte zu Mittag ein traditionell Nigerianisches Gericht für uns zum Kosten. Es war sehr schmackhaft und wir beschlossen, es zu unserem Menü im Camp Souda hinzuzunehmen.

    Am 9. November fiel aufgrund einer Störung der Strom im Camp von Souda aus und wir mussten das Abendessen bei stürmischem Wetter fast ohne Beleuchtung austeilen. Obwohl viele von uns nassgeschwitzt waren, arbeiteten wir mit den anderen ehrenamtlichen Helfern der in Norwegen ansässigen Organisation Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) und dem Norwegischen Flüchtlingsrat weiter, damit jeder etwas zu Essen bekam. Wir waren dankbar für die fleißigen Ehrenamtlichen, dankbar für ihre Hingabe und ihr Engagement, den Flüchtlingen zu helfen.

    Am 10. November heiterte uns heller Sonnenschein auf. Mit der Extrahilfe der freiwillig arbeitenden Flüchtlinge konnten wir nicht nur 1.050 Portionen veganes Nudelgericht servieren, sondern auch das nigerianische Mahl vorbereiten, um es am nächsten Tag, am Happy Friday, der gleichzeitig ein Feiertag auf der Insel war, anzubieten. Victors nigerianisches veganes Gericht, das aus Schwarzaugenbohnen und Süßkartoffeln besteht, war unglaublich lecker und viele Menschen lobten die herzhafte Mahlzeit. Wir teilten fast 1.100 Portionen, zusammen mit Fladenbrot, frischen Tomaten und Erdnüssen aus. Wir freuten uns schon darauf, es wieder für die Leute zu kochen.

    Eine neue Schule wird für die Flüchtlingskinder auf der Insel Chios in Griechenland eröffnet – 12. bis 15. November 2016

    Am 12. November servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios im Camp von Souda über 1.100 Portionen Reis mit Fideo (kurzen Nudeln), zusammen mit Fladenbrot, frischen Bananen und Erdnüssen. Die Kinder mögen Bananen sehr gerne und viele fragten danach.

    Am nächsten Tag brachten wir Dampfkuchen, der mit verschiedenen Früchten garniert war und Mexikanische Fajitas zur Eröffnungsfeier einer neuen Schule mit, die von Be Aware And Share (BAAS), einer Schweitzer humanitären Organisation, eingerichtet worden war. Die Stimmung war sehr gut. Wir hatten den Eindruck, dass die Schule ein wunderbarer Ort für die Kinder war, um zu lernen und sich miteinander anzufreunden. Zum Abendessen halfen wir den Flüchtlingen, Mjadara, ein traditionelles, veganes syrisches Gericht aus Reis und Linsen herzustellen, das mit Fladenbrot, schwarzen Oliven, Datteln und Nussmischung serviert wurde.

    Am 14. November kochten wir für die Flüchtlinge ein veganes Nudelgericht und stellten 20 Lunchpakete mit Saft und Lokum für die Kinder zusammen, die in die neue Schule gingen. Nachts wurden wir damit gesegnet, einen wunderschönen Vollmond über dem Meer sehen zu dürfen, der unsere Herzen erfreute.

    Am 15. November war es unglaublich windig und kalt und zum Glück verteilten ehrenamtliche Helfer der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) Kleidungsstücke. Zusammen mit Jihad, einem Flüchtling, der uns ehrenamtlich hilft und ein sehr talentierter und kreativer Koch mit über neunjähriger Erfahrung ist, stellten wir ein veganes Reisgericht mit Erbsen, süßem Mais und Karotten für die Flüchtlinge her. Auch machten wir 45 Essensportionen für die Schulkinder zurecht.

    Vor einigen Tagen kam ein bezaubernder, kleiner, streunender Kater zu unserem Haus und suchte nach Futter und Trost. Wir sahen, dass eine seiner Hinterpfoten stark angeschwollen war und brachten ihn zum Tierarzt. Der Tierarzt behandelte ihn und es ging ihm anschließend wieder sehr gut. Wir verliebten uns alle in diesen süßen, verspielten Kater und wünschten, dass wir ein liebevolles Zuhause für ihn finden würden.

    Liebe, Wärme und Unterstützung für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Chios – 16. bis 17. November 2016

    Am 16. November nahmen unsere Hilfsteammitglieder auf der Insel Chios einige unserer ehrenamtlichen Helfer aus den Camps Souda und Vial zu einem Lagerhaus mit, um warme Kleidung, Mützen und Decken für sie auszusuchen, da es immer kälter wurde. Sie waren sehr froh darüber. Abends servierten wir ein herzhaftes, veganes Gericht mit Riesenbohnen, Fladenbrot, frischen Tomaten, Kiwis und Erdnüssen. Einige unserer Teammitglieder machten chinesische Dampfnudeln für das Team und die ehrenamtlichen Helfer, die allen schmeckten.

    Am Vormittag des nächsten Tages sahen wir im Camp von Souda nach dem Rechten, nachdem wir gehört hatten, dass das Camp in der Nacht zuvor angegriffen worden war. Wir sahen, dass einige Zelte durch riesengroße Steinen beschädigt worden waren und eines der Hauptzelte angezündet worden war. Ein Vertreter des UNHCR bemühte sich nach Kräften, andere Unterkünfte für die verängstigten Familien zu finden, die das Camp verlassen wollten. Wesentlich weniger Menschen kamen zum Abendessen.

    Abends gab es einen weiteren Anschlag der Gruppe und so entschlossen sich einige Familien, sicherheitshalber auf einem Parkplatz außerhalb des Camps zu bleiben. Wir brachten mehr Decken aus dem Warenhaus mit und verteilten sie an die Familien auf dem Parkplatz. Wir versorgten auch alle mit heißem Tee, der sie warm halten sollte, und gaben den Kindern Süßigkeiten. Um unsere Liebe und Unterstützung zu zeigen, blieben wir die ganze Nacht bis zum frühen Morgen bei ihnen. Eine junge Mutter mit Baby fror und so ließen wir sie und ihre Familie in unserem Transporter schlafen. Wir hoffen aufrichtig und beten dafür, dass sich die Lage bald zum Guten wendet, da immer mehr Menschen ihre Liebe und ihr Mitgefühl wieder entdecken.

    Wir unterstützen die Flüchtlinge weiterhin mit veganen Mahlzeiten und heißem Tee auf der griechischen Insel Chios – 18. bis 19. November

    Am 18. November, nachdem wir im Camp von Souda das Abendessen ausgeteilt hatten, erhielten wir einen Anruf von Dalia, einer Flüchtlingsfrau, die uns ehrenamtlich in unserer Küche geholfen hatte und sich mit einigen anderen Frauen eine Wohnung teilte. Die Wohnung wurde vom Hohen Flüchtlingskommissar der UN gestellt und bezahlt und Dalia fragte uns, ob wir Mahlzeiten für 12 Leute machen könnten, weil sie einige Frauen und Kinder nach dem Zwischenfall im Camp zu sich genommen hatte. Unser Team wärmte schnell 12 Portionen eines veganen Nudelgerichtes auf und packte Birnen, Erdnüsse und Fladenbrot ein. Aus Sicherheitsgründen wollten viele Menschen die Nacht lieber draußen auf dem kalten Parkplatz verbringen und so brachten wir ihnen in dieser Nacht und am nächsten Morgen heißen Tee.

    Am 19. November kochte Victor, ein ehrenamtlicher Helfer aus dem Camp in Souda ein veganes nigerianisches Gericht, bestehend aus Schwarzaugenbohnen und Süßkartoffeln, das mit frisch gebackenem Brot, Tomaten und Erdnüssen serviert wurde. Einige Flüchtlinge kamen, um uns mitzuteilen, dass sie für das Essen sehr dankbar seien. Für die Kinder aus Vial, die zur Schule gehen, machten wir 45 leckere vegane belegte Brote und gaben ihnen dazu kleine vegane Schokoladentafeln als Snack mit. Nachts war es sehr kalt und einige Flüchtlinge zogen sich in ihre Zelte zurück, nachdem sich die Situation im Camp entspannt hatte. Dennoch beschlossen einige Familien, draußen zu bleiben und wir servierten ihnen heißen Tee, damit sie es warm hatten. Wir zeigten ihnen auf diese Weise, dass wir für sie sorgten.

    Flüchtlingskinder machen Fotos mit Werbung für den Frieden, die sich im Internet wie ein Lauffeuer verbreiten. Insel Chios in Griechenland – 20. bis 23. November 2016

    Vom 20. bis 23. November blieben weiterhin einige Flüchtlinge auf der Insel Chios über Nacht auf dem nahegelegenen Parkplatz, um durch einen friedlichen Protest auf die Schutz- und Sicherheitsprobleme im Camp von Souda aufmerksam zu machen. Sie möchten mit den Griechen in Frieden leben und sind gegen die Gesetzesverstöße. Unser Einsatzteam brachte ihnen weiterhin jeden Tag warmen Tee und servierte außerdem 1.000 Portionen veganes Abendessen im Camp.

    Bevor sie nach Athen abreiste, hatte eine der ehrenamtlichen Flüchtlinge, Dalia, die uns in der Küche half, die Idee, ein Foto mit Kindern aus dem Camp in Souda zu machen, indem diese das Wort „FRIEDEN“ formierten. Wir engagierten schnell einen professionellen Fotografen, der zum Camp kam und dabei half, die Kinder passend aufzustellen. Denen machte es großen Spaß und sie lachten. Sobald der Fotograf uns seine Fotos geschickt hatte, teilten wir sie in den sozialen Medien und binnen einiger Stunden verbreiteten sie sich wie ein Lauffeuer! Wir danken Gott für diese Inspiration und hoffen, dass die Bilder vom „Frieden in Souda“ Bewusstsein für die Situation der Flüchtlinge erzeugen und zu Frieden und Akzeptanz bei allen führen.

    P.S. Wir brachten das gerettete Kätzchen nachhause, nachdem es ein paar Tage beim Tierarzt geblieben war, und nannten es Henry. Henry sah jetzt größer aus und zufriedener. Er wird bei uns bleiben, bis wir ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause für ihn gefunden haben.

    Vegane Gerichte für ein Flüchtlings-Frauenzentrum auf der Insel Chios in Griechenland – 24. bis 27. November 2016

    Am 24. November servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios vegane Nudeln mit Tomatensauce aus frischen Tomaten und Zucchini. Dazu gab es Fladenbrot, schwarze Oliven und Erdnüsse. Wir reservierten auch 45 Portionen des Nudelgerichts für die Kinder, die zu der von der Schweitzer NRO Be Aware And Share (BAAS) geführten Schule gingen. Am Abend sendeten die ehrenamtlichen Helfer von BAAS ein Foto der Oliven, die die Kinder herzförmig arrangiert hatten, um uns ihre Dankbarkeit für unsere Unterstützung zu zeigen. Wir dankten BAAS ebenfalls für ihren großzügigen Dienst an den Flüchtlingskindern.

    Es war der letzte Tag auf der Insel für unsere spanischen Teammitglieder. Als Geste der Liebe und Freundschaft ließen sie vier Englischbücher für unsere ehrenamtlich helfenden Flüchtlinge drucken und ermutigten sie, ihre Englischkenntnisse zu erweitern.

    Am nächsten Tag, nachdem wir 1.200 Portionen eines Reis- und Fideo-Nudelgerichts serviert hatten, kam eine Frau aus dem Flüchtlings-Frauenzentrum und fragte nach übrigem Essen für die Frauen und Kinder dort. Wir waren sehr ergriffen von ihrer Liebe und Fürsorge.

    Am 26. November, nachdem die Zahl der Flüchtlinge, die mit dem Schiff aus der Türkei kamen, angestiegen war, kochten wir zum Abendessen noch ein veganes Extragericht aus Riesenbohnen, damit auch sicher jeder eine Portion abbekam. Wir machten außerdem 45 Portionen vegane belegte Brote mit Sojaprotein, das Jihad, unser Flüchtlings-Küchenchef aus dem Camp in Souda hergestellt hatte. Er frittierte es mit Zwiebeln und Pilzen. Es war wunderbar, mitzubekommen, wie schnell er Möglichkeiten fand, köstliche vegane Mahlzeiten zu zaubern. Am Ende der Verteilung kam die freundliche Dame vom Frauenzentrum zurück, um das übriggebliebene Essen mitzunehmen. Und so beschlossen wir, das Zentrum in unsere weitere Küchenplanung miteinzubeziehen.

    Am 27. November war es nass und regnerisch, aber gottseidank nicht kalt. Wir teilten fast 1.120 Portionen eines veganen Reisgerichtes aus, das Jihad nach einem traditionell syrischen Rezept gekocht hatte. Durch die Anwesenheit von Jihad und anderen ehrenamtlich helfenden Flüchtlingen wurden die Leute von The People’s Street Kitchen den unterschiedlichen Nationalitäten gegenüber herzlicher und positiver. Wir sind dankbar für dieses Erlebnis und die Gelegenheit, mehr über andere Kulturen zu erfahren.

    Hilfe für die Flüchtlinge bei zunehmender Kälte auf der Insel Chios in Griechenland – 28. bis 30. November 2016

    Im Laufe der letzten drei Tage (28. bis 30. November) war das Wetter auf der Insel Chios unglaublich nass und kalt. Unser Einsatzteam war sehr besorgt wegen der Lebensumstände der Flüchtlinge, da das Camp in Souda nicht gut für winterliche Verhältnisse ausgerüstet war. Vor allem machten wir uns Sorgen um diejenigen, die am Strand wohnten, da ihre Zelte den starken Wind nicht überstehen würden. Gottseidank halfen ein Team von der Stadtverwaltung und ehrenamtliche Helfer, stabilere Zelte am Strand und einen Extraschutz für diejenigen, die im Camp blieben, zu installieren.

    Da unser Team Zugang zum Lagerhaus für die Flüchtlinge hatte, konnten wir die Flüchtlinge mit den nötigen Kleidungsstücken und Decken versorgen. Andere Wohlfahrtsgruppen, wie das Chios Eastern Shore Response Team und die norwegische NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean), arbeiteten ebenfalls fleißig, um Güter des täglichen Bedarfs zu verteilen. Jedenfalls ist es wichtig, die Flüchtlinge in ein Haus zu bringen, z. B. in Hotels, Wohnungen oder ungenutzte Gemeindesäle. Wir beteten dafür, dass die Behörden auf der Insel bald etwas unternehmen.

    Unser Team servierte weiterhin veganes Abendessen, um die Flüchtlinge warm und gesund zu erhalten. Am 29. November übernahm ein ehrenamtlich helfender Flüchtling den Küchendienst und bereitete Mjadara, ein traditionelles, veganes syrisches Gericht aus Reis und Linsen zu. Das verschaffte den meisten aus unserem Team eine Pause. Wir nutzten die Gelegenheit und machten eine kleine Erkundungstour auf dieser schönen Insel.

    Nach dem Austeilen des Abendessens am 30. November sagte einer der ehrenamtlich helfenden Flüchtlinge, dass er nachts fror. Also brachten wir ihn zum Warenlager, um Decken zu holen. Er ist erst 20 Jahre alt und vor dem Krieg in Syrien geflohen. Auf dem Weg zurück ins Lager erzählte er von seinem Zuhause, wo er alles gehabt hatte, z. B. ein warmes Bett und einen Computer, doch jetzt ist sein Haus ein Schutthaufen. Er sagte, er vermisse seine Mutter und wolle seine Reise fortsetzen, um seine Familienmitglieder zu treffen. Er freue sich auf das Ende des Krieges, wenn er nachhause zurückkehren könne. Es war herzzerreißend, seine Geschichte zu hören. Möge der Himmel alle Menschen, die unter Kriegen leiden, mit dem Mut segnen, ihr Leben weiterzuführen. Mögen die Menschen zu innerer Liebe und Freundlichkeit finden, damit alle Kriege enden.

    Flüchtlinge zogen vom Strand in das Camp von Souda; Verabschiedung von einigen ehrenamtlichen Helfern auf der griechischen Insel Chios – 1. bis 6. Dezember 2016

    Da der Winter Anfang Dezember immer näher rückte, freute sich unser Einsatzteam auf der Insel Chios darüber, dass die meisten Zelte am Strand von Souda von der Stadtverwaltung mit Hilfe der ehrenamtlichen Gruppe Chios Eastern Shore Response Team abgebaut worden waren. Die Flüchtlinge, die dort gelebt hatten, wurden in Ersatzunterkünfte innerhalb des Camps von Souda umgesiedelt.

    Vom 1. bis 6. Dezember servierte unser Einsatzteam den Flüchtlingen im Camp von Souda verschiedene nahrhafte vegane Gerichte und machte vegane Lunchpakete für die Schulkinder in Vial zurecht. Wir wurden mit der Unterstützung eines Paares aus Italien gesegnet, Marco und Doriana, die einen Monat lang auf eigene Kosten blieben, um uns bei der Zubereitung und Verteilung des Essens zu helfen. Als das Paar und drei unserer Teammitglieder abreisten, machten die Küchenchefs vom Camp Souda, Jihad und Victor, spezielle Minipizzas und ein nigerianisches Reisgericht für das Team. Das Essen war sehr lecker. Marco stellte ein speziell gebackenes, veganes Gericht mit Zucchini und Aubergine her, eine Art Gratin. Es war ebenfalls köstlich. Er reparierte unsere Türklinke und strich den Tisch draußen. Wir waren zutiefst gerührt von der Hingabe und Selbstlosigkeit aller ehrenamtlichen Helfer und wünschen ihnen alles Glück für ihre zukünftigen Bemühungen.

    Wir kochen herzhafte vegane Gerichte, da mehr Flüchtlinge ankommen und beten für den Frieden; griechische Insel Chios – 7. bis 11. Dezember 2016

    In letzter Zeit sind mehr Menschen über die Ägäis aus der Türkei nach Chios und zu anderen Inseln gekommen, um Zuflucht in Griechenland zu suchen. Dennoch geht der Bearbeitungsprozess der Asylanträge eher schleppend voran und so kommen mehr Menschen an, als abreisen. Manchmal gibt es Spannungen im Camp von Souda, doch glücklicherweise gibt es auch Leute, die dabei helfen, Frieden zu stiften und Gewaltausbrüche zu verhindern. Außerdem begannen die Fähren in Griechenland zu streiken, was dazu führte, dass die Versorgungsgüter auf der Insel knapp wurden. Gottseidank hatten die Lieferanten unseres Einsatzteams ihr Bestes getan, um zu gewährleisten, dass wir alle bestellten Zutaten bekamen und es Alternativen gab, falls einige Dinge nicht erhältlich waren.

    Trotz dieser neuen Herausforderungen versorgte unser Einsatzteam vom 7. bis 11. Dezember die Flüchtlinge mit köstlichen veganen Mahlzeiten, wie Kichererbsen mit Tomatensauce, die mit Fladenbrot serviert wurden, weiße Bohnen mit Reis und Fideo (kurze Nudeln), Reis und Fideo mit gemischtem Gemüse und roten Bohnen mit Kartoffeln. Obwohl wir weniger Teammitglieder waren, kamen wir mithilfe unserer Flüchtlingsfreunde aus dem Camp in Souda, Salem, Jeser, Ahmed und Hasan zurecht. Einige von ihnen halfen uns sogar dabei, die großen Töpfe nach der Essensverteilung abzuwaschen. Wir waren zutiefst gerührt von ihrer Aufrichtigkeit und ihrem Engagement. Wir waren auch dankbar für die Ehrenamtlichen der norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean), die uns liebevoll halfen, die Deckel auf die Essenstablette zu legen, damit das Essen für die Flüchtlinge warm blieb.

    Am 11. Dezember kochten wir ein köstliches veganes Gericht für sechs Besucher der Hauptverwaltung des Norwegischen Flüchtlingsrates (NRC), die Gelder vom Europäischen Amt für humanitäre Hilfe (ECHO) beschafften, um die Wohltätigkeitsküchen bei der Ernährung der Flüchtlinge zu unterstützen. Die Vertreter des NRC waren sehr beeindruckt vom veganen Essen und einer von ihnen sagte, dass es seine Erwartungen übertroffen habe. Beim Austeilen des Abendessens wurden wir von der Belegschaft des NRC gewarnt, weil es tagsüber einen größeren Streit mit Verletzten gegeben hatte. Wir hoffen und beten, dass alle ruhig bleiben und eine erholsame Nacht haben. Wir sind dankbar für die Polizei, die für den Schutz aller Menschen sorgt.

    Übertragung der Küchenverantwortlichkeiten auf der griechischen Insel Chios – 12. bis 15. Dezember 2016

    Die Austeilung des Abendessens im Camp von Souda am 12. Dezember verlief ruhig. Unser Einsatzteam auf der Insel Chios verteilte 1.175 Portionen eines veganen Nudelgerichtes, also mehr als sonst. Auch die Leute aus dem Camp Vial und diejenigen, die in Hotels wohnten, kamen wegen unseres Essens. Wir gaben auch Mandarinen aus, Erdnüsse und Fladenbrot. Die darauffolgenden beiden Tage waren sehr geruhsam und wir verteilten Mjadara, ein traditionelles veganes syrisches Gericht aus Reis und Linsen, sowie Kichererbsen in Tomatensauce. Viele Menschen nahmen sich auch von den Bananen, die wir anboten.

    Am 14. Dezember stellte unser Koch einen Überraschungskuchen für ein Teammitglied her, das seit einem Jahr in Griechenland ist, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Wir hatten eine wunderschöne Feier mit unseren ehrenamtlich helfenden Flüchtlingen. Wir waren alle dankbar für diese Gelegenheit, zu wachsen und unsere Liebe zu entfalten.

    Da ein weiteres Teammitglied am 15. Dezember nach Formosa (Taiwan) abreiste, waren wir nur noch zu fünft. Mithilfe unserer Freunde, den Flüchtlingen, servierten wir Bohnen mit Tomatensauce und Reis. Wir werden zunehmend weniger auf der Insel Chios und planen, bis Anfang 2017 die Verantwortung für das Kochen komplett den Flüchtlingen und den Anwohnern zu überlassen. Wir fühlen uns sehr gesegnet, mit diesen bewundernswerten Menschen zusammenzuarbeiten.

    An bestimmten Wochentagen gehen zwei unserer jungen Flüchtlings-Helfer aus dem Camp Souda zur Schule, die von der Schweizer NRO Be Aware and Share (BAAS) geleitet wird. BAAS leistet erstklassige Bildungsarbeit für die Flüchtlingskinder. Sie haben derzeit eine Kampagne am Laufen, durch die sie 400 Paten und Patinnen zur Unterstützung der Schule suchen, damit sie ein weiteres Jahr bestehen kann. Für mehr Informationen bezüglich der Kampagne klicken Sie bitte auf: https://www.facebook.com/groups/1159112204116287/1519109204783250/

    Wir teilen weiterhin unsere Liebe und veganes Essen mit den Flüchtlingen auf der griechischen Insel Chios – 16. bis 18. Dezember 2016

    Vom 16. bis 18. Dezember servierte unser Einsatzteam während der kalten winterlichen Tage vegane Mahlzeiten für die Flüchtlinge auf der Insel Chios. Unsere Freunde von der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) halfen uns dabei, Deckel auf die Essensbehälter zu legen, damit die Mahlzeiten warm blieben. Wir sind für jegliche Hilfe dankbar.

    Am 18. Dezember gab es im Camp von Souda einen Hungerstreik, weil das Wasser zum Duschen meistens kalt war und es an diesem Tag viele Stunden lang keinen Strom gab. Gottseidank gingen kurz nachdem wir begonnen hatten, das Abendessen zu verteilen, die Lichter wieder an und der Streik wurde bald darauf beendet. Wir hoffen, dass die Stromversorgung des Camps stabiler wird und dass die Leitung des Camps von Souda eine Möglichkeit findet, für die Menschen warmes Wasser zum Waschen zu organisieren.

    Wir wärmen die Weihnachtszeit mit veganer Suppe auf und wünschen allen ein sicheres, glückliches, friedliches und liebevolles Zuhause. Griechische Insel Chios – 19. bis 24. Dezember 2016

    In der Woche vor Weihnachten wurde das Wetter auf der Insel Chios unglaublich kalt. Die ehrenamtlichen Helfer der Norwegischen NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) meinten, dass es kälter sei als in Norwegen! Leider gab es viele Stromausfälle im Camp von Souda und die Flüchtlinge hatten seit vielen Tagen kein heißes Wasser mehr. Die Leitung des Camps tat ihr Bestes, um die Strom- und Heißwasserversorgung zu verbessern.

    Um die Flüchtlinge mit etwas Wärme und Liebe zu versorgen, servierte unser Einsatzteam mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer nahrhafte vegane Gerichte. Die Leute schätzten besonders die Linsensuppe unseres Küchenteams und lobten uns anschließend. Bevor er nach Holland zurückfuhr, um dort die Feiertage zu verbringen, besuchte Kostas, der Mitbegründer von The People’s Street Kitchen unser Team, um uns frohe Weihnachten zu wünschen. Wir fühlten uns sehr gesegnet, mit einer so liebevollen und hilfsbereiten Seele zusammenarbeiten zu dürfen.

    Am 24. Dezember, an Heiligabend, nahmen wir unsere hingebungsvollen ehrenamtlichen Helfer aus dem Camp von Souda mit zum Einkaufen. Sie waren sehr froh, sich etwas Neues aussuchen zu dürfen und äußerst dankbar für die Geschenke. Während der Verteilung des Abendessens trugen wir bunte Kopfbedeckungen, um noch mehr Freude zu verbreiten. Wir waren glücklich zu hören, dass die Stromversorgung wieder funktionierte, sodass die Menschen ihre Zelte oder Hütten warmhalten konnten. Es war eine friedliche Nacht im Camp.

    Nach der Verteilung genoss unser Team ein besonderes veganes Festessen mit den ehrenamtlichen Flüchtlings-Helfern. Wir hatten viel Spaß und es gab viel Gelächter. Unser Küchenchef bereitete eine vegane Schäferpastete mit Salat zu. Dazu gab es Zimtrollen, einen Weihnachts-Apfelkuchen und Tee. An dieser Feiertagen wünschen wir allen Menschen auf der Welt ein sicheres Zuhause, wo sie Frieden, Freude und Liebe finden.

    Weihnachtsgeschenke für die Kinder im Camp von Souda; Wir helfen zusammen, um den Flüchtlingen bei dieser Kälte zu helfen. Insel Chios (Griechenland) – 25. bis 29. Dezember 2016

    Der 1. Weihnachtsfeiertag, der 25. Dezember, war ein fröhlicher Tag im Camp von Souda. Unser Einsatzteam war zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die von der Chios Solidarity, einem ortsansässigen humanitären Einsatzteam, organisiert wurde. Die norwegische NRO Dråpen i havet (Ein Tropfen im Ozean) half freundlicherweise bei den Spielen und der Verteilung. Es gab vegane Apfel-Cupcakes, die lustig mit veganer Sahne, Bananen und Gojibeeren dekoriert waren und die Kinder freuten sich. Einer der Flüchtlinge im Camp überreichte als Weihnachtsmann verkleidet den kleinen Engeln ihre Geschenke. Das machte sehr viel Spaß und die Stimmung war so liebevoll! Drei ehrenamtliche Helfer aus Großbritannien halfen uns begeistert bei der Zubereitung des Abendessens, schälten und schnitten Gemüse und packten Essen ein. Einer von ihnen spielte auf der Ukulele für uns und brachte so Heiterkeit in unsere Küche. Unser Küchenchef des Tages war Jihad aus dem Camp Souda. Er kochte weiße Bohnen in Tomatensauce mit Kartoffeln und Karotten, was mit Reis serviert wurde.

    Das Wetter zwischen Weihnachten und Neujahr war eiskalt. Der Bereich, in dem das Essen verteilt wurde, befand sich immer noch draußen in der Nähe des Meeres, wo es fast immer windig und kalt war. Unser Team tat stets sein Bestes, nahrhafte Mahlzeiten zuzubereiten und sie so schnell wie möglich auszuteilen. Eines Nachts, als die Temperaturen nahe null Grad Celsius gefallen waren, beschloss der Norwegische Flüchtlingsrat, nicht mehr jedermanns Essenskarten zu überprüfen, was gottseidank die Prozedur beschleunigte. Wir sorgten dafür, dass jedes Mal genug Essen da war, sodass die Menschen genügend hatten.

    Am 29. Dezember brach aufgrund des starken Windes und ununterbrochenen Regens das Zelt dreier unserer ehrenamtlicher Helfer aus dem Camp Souda zusammen und fast alles darin war völlig durchnässt. Während ein paar von uns zum Lagerhaus eilten und mehr Decken und Schlafmatten für sie besorgten, halfen Mitarbeiter der NRO Samaritan’s Purse aus den USA, das Zelt zu reparieren. Am nächsten Tag konnten sie wieder einziehen, nachdem die Abdeckplane wieder am Dachrahmen befestigt und gesichert worden war. Wir hoffen weiterhin, dass eine bessere Lösung für alle Flüchtlinge gefunden wird, die unter diesen extremen Bedingungen leben müssen. Wir danken den Organisationen und der Stadtverwaltung von Souda, die ihr Bestes tun, um die Lebensbedingungen der Flüchtlinge zu verbessern.

    Wir wünschen allen ein friedliches veganes Jahr 2017; Insel Chios (Griechenland) – 30. bis 31. Dezember 2016 und 1. Januar 2017

    Wir haben die Rückkehr vieler ehrenamtlicher Helfer erlebt, die vor ein paar Monaten auf der Insel Chios waren, um den Flüchtlingen zu helfen, darunter auch ein Paar, das sogar aus Perth in Australien wieder hierher reiste! Unser Einsatzteam freute sich auch über ein Mitglied, das bereits zum dritten Mal zurückkehrte, um mitzuhelfen. Viele Flüchtlinge waren glücklich, die vertrauten Gesichter wiederzusehen, und das zeigte auch, dass sie sie nicht vergessen hatten und sie liebten.

    Am Silvesterabend kamen drei Vertreter des Norwegischen Flüchtlingsrates (NRC), um uns ein glückliches neues Jahr zu wünschen und beschenkten uns mit einer Schale wunderschöner Alpenveilchen, um ihre Wertschätzung für unsere Arbeit zu zeigen. Diese liebe Geste ermutigte uns sehr.

    Die ortsansässige NRO Chios Solidarity organisierte eine Silvesterfeier im Camp von Souda zum Thema Schokolade. Um das Ereignis zu unterstützen, stellte unser Küchenchef unglaublich leckere vegane Schokoladencremescheibchen her, die von einigen unserer Teammitglieder ausgeteilt wurden. Bevor sie zurückgingen, nahmen sie am Fest teil und tanzten mit den Kindern.

    Am Neujahrstag hatten wir Extrahilfe in der Küche, und zwar von vier Ehrenamtlichen aus Großbritannien und einem Ortsansässigen, der für den NRC arbeitet. Zusammen kochten wir ein Gericht aus weißen Bohnen und Kartoffeln für die Flüchtlinge, garniert mit viel Liebe. Nach der Verteilung des Abendessens ließen sich unser Team und die Ehrenamtlichen einen leckeren veganen Schokoladenkuchen schmecken und wünschten allen ein friedliches, veganes 2017 und eine lichtere Zukunft. Leb vegan, mach Frieden!

    Ein Schutzdach wird außerhalb der People’s Street Kitchen aufgestellt; Wertschätzung für die Schweizer NRO Be Aware and Share, auf der Insel Chios (Griechenland) – 2. bis 6. Januar 2017

    Am 2. Januar servierte unser Einsatzteam auf der Insel Chios zum ersten Mal in diesem Winter eine Minestrone-Suppe. Sie war ein großer Renner und schmeckte allen. Am nächsten Tag waren wir dank der Hilfe der Ehrenamtlichen aus Großbritannien schnell mit der Essenszubereitung fertig und hatten anschließend sogar noch Zeit, die Küchenfenster zu putzen. Unser Küchenchef machte einen köstlichen veganen Schokoladenkuchen für den Tierarzt, der uns mit Henry geholfen hatte, dem kleinen Kater, der zu unserer Tür gekommen war. Einer unserer Teammitglieder wird mit Henry nach Belgien fliegen, wo er von einem Mitglied unserer Vereinigung adoptiert wird.

    Damit wir unsere Arbeit in der People’s Street Kitchen mit Schutz vor Wind und Regen fortsetzen konnten, wurde draußen vor der Küche eine Überdachung errichtet. Es regnete stark am Morgen des 3. Januar und wir waren sehr dankbar für die Arbeiter, die sie für uns bauten.

    Am 4. Januar kochten wir Riesenbohnen mit Tahinsauce, die bei den Flüchtlingen aus den Gebieten des Mittleren Ostens sehr beliebt sind. Für diejenigen, die aus anderen Ländern kamen, nahm Jihad, unser Küchenchef des Tages, freundlicherweise Tomatensauce. Wir bereiteten außerdem spezielles veganes Essen für die Schulkinder im Camp Vial vor. Drei Ehrenamtliche aus Palästina begleiteten uns heute und konnten sich mit den ehrenamtlichen Helfern aus dem Camp Souda auf Arabisch unterhalten, was diese sehr glücklich machte.

    Am 5. Januar überreichten wir im Namen unserer Vereinigung ein Geldgeschenk in Höhe von 3.000 EUR an die Schweizer NRO Be Aware and Share (BAAS) für all die gute Arbeit, die sie für die Flüchtlingskinder auf der Insel Chios leisteten. Seit Mai 2016 boten sie den Kindern und Teenagenr im Camp von Souda und im Camp Vial einen sicheren Ort, an dem sie lernen und kreativ sein konnten. Wir übergaben den drei Koordinatoren die Bücher der Meisterin – „Die Vögel in meinem Leben“ auf Englisch für Nicholas aus Großbritannien, sowie „Die Edlen Wildtiere“ und „Die Hunde in meinem Leben“ auf Deutsch für die beiden schweizerdeutschen Koordinatoren Jacob und Bastian. Wir gratulieren BAAS zu ihrer erfolgreichen Initiative und wünschen ihnen, weiterhin ein Leuchtturm für alle Kinder zu sein.

    Unsere letzte Woche auf der Insel Chios (Griechenland) – 7. bis 13. Januar 2017

    Am 7. Januar schneite es auf der Insel Chios. Die Berge in der Nähe der Küche unseres Einsatzteams sahen aus, als ob sie mit Kokosnussraspeln bestreut worden wären. Es war kalt, aber es sah überall malerisch aus. Gottseidank hatte die Leitung des Camps in Souda die Stromversorgung stabilisiert und nun haben alle Hütten, Zelte und größeren Zelthallen Strom und Heizung.

    Es war die letzte Woche, in der unser Einsatzteam Essen an die Flüchtlinge auf der Insel ausgab. Wie gewöhnlich bereiteten wir verschiedene gesunde vegane Gerichte wie rote Linsensuppe, Reis mit Gemüse, Minestrone und Kichererbsen-Curry zu. Der Flüchtlings-Küchenchef vom Camp Souda, Jihad, war sehr kreativ. Er hatte die Idee, dem Essen in der Nähe wachsendes wildes grünes Blattgemüse hinzuzufügen, um es nahrhafter zu machen. Die Bewohner des Camps von Souda mochten das. Wir stellten außerdem ein köstliches veganes Nudelgericht mit Tomatensauce und veganem Käse für die Kinder vom Camp Vial her, die in eine Schule gehen, die von der Schweizer NRO Be Aware and Share (BAAS) geleitet wird.

    Wir feierten diese Woche zwei Geburtstage unserer Freunde. Am 9. Januar den einer der Belegschaft des Norwegischen Flüchtlingsrates zugehörigen Frau, die für die Verwaltung der Essenskartennummern der Flüchtlinge, die sich ihr Essen abholen, verantwortlich ist. Ein ehrenamtlicher Helfer aus dem Camp von Souda brachte ihr voll Liebe einen schönen Schal und eine Mütze, damit sie es während der Verteilung warm hatte. Die Belegschaft des NRC war unglaublich gerührt von dieser Aufmerksamkeit. Am 11. Januar hatte Salem Geburtstag, einer unserer Flüchtlings-Helfer, der monatelang bei uns war. Unser Küchenchef bereitete ihm einen leckeren Kuchen zu, der ihm äußerst gut schmeckte.

    Wir brachten unseren Kater Henry zum letzten Mal zum Tierarzt, damit er für seine Reise nach Belgien vorbereitet werden konnte, wo er dann von der Familie eines Mitglieds unserer Vereinigung adoptiert wird. Unser Team wird ihn sehr vermissen und wir wünschen ihm ein gesegnetes und langes Leben bei seinen neuen „Eltern“.

    Am 13. Januar erhielten wir Besuch eines Repräsentanten des NRC, der kam, um sich bei unserem Einsatzteam sowie bei den anderen Ehrenamtlichen der People’s Street Kitchen (PSK) für all die harte Arbeit zu bedanken, die wir leisteten, als wir die Flüchtlinge des Camps in Souda und vormals auch des Camps von Dipethe ernährten. Die Mitglieder unserer Vereinigung waren fast ein ganzes Jahr lang die Hauptehrenamtlichen der PSK auf der Insel Chios. Am 15. Januar werden wir zum letzten Mal Essen für die Menschen im Camp von Souda kochen und verteilen. Der NRC überreichte uns einige liebe Geschenke und eine Karte mit sehr ergreifenden Worten, die da lauteten:

    „Nur ein paarmal im Leben wird einem die Gnade zuteil, Menschen wie Sie zu treffen, die mit solch einer Kraft, Leidenschaft, Liebe und Hingabe eine so schwere Aufgabe wie diese erfüllen, wie wir sie alle in Chios erleben. Die Art, wie Ihr Team aufgestanden ist und entgegen der üblichen Lebensweise für ihre Überzeugung gekämpft hat, ist ein Beispiel, dem man nur folgen kann. Ihr Geschenk an die Reisenden von Chios ist unermesslich. Wir schätzen uns so glücklich, Sie getroffen und mit Ihnen gearbeitet zu haben. Vielen Dank dafür.“

    Wir sind ebenfalls dankbar für die Gelegenheit, mit solch liebevollen und hingebungsvollen Menschen zusammengearbeitet zu haben und wünschen uns, dass das Engagement, den Flüchtlingen zu helfen, weiterhin bestehen bleibt und dass bald Lösungen gefunden werden, damit diese ein besseres Leben führen können.

    Ehrenamtlich helfende Flüchtlinge fangen an, die People’s Street Kitchen auf der Insel Chios (Griechenland) zu leiten – 14. bis 15. Januar 2017

    Am 14. Januar servierte unser Einsatzteam für die Flüchtlinge auf der Insel Chios einen nahrhaften, veganen Eintopf mit Veggie-Protein. Den Menschen schmeckte es sehr gut. Seit Juli 2016 stellte unser Küchenchef mit der Hilfe des restlichen Teams nahrhaftes, veganes Essen für die Flüchtlinge her. Zur Ehrung seiner Bemühungen sang einer unserer ehrenamtlich helfenden Flüchtlinge ein wunderschönes arabisches Lied. Es war eine sehr süße und herzliche Geste.

    Der 15. Januar war unser letzter Tag, an dem wir Essen im Camp von Souda herstellten und verteilten. Einige von uns werden noch ein paar Tage länger bleiben, um dabei zu helfen, die Verantwortung für die Küche an die ehrenamtlich helfenden Flüchtlinge, die weiterhin die Menschen im Camp Souda und die Schulkinder im Camp Vial mit Mahlzeiten versorgen, zu übertragen. Wir erwägen, vegane Kochkurse für die Flüchtlinge und sonstige Interessierte abzuhalten.

    Fast ein Jahr lang waren die Mitglieder unserer Vereinigung die Hauptehrenamtlichen der People’s Street Kitchen (PSK) und stellten vegane Mahlzeiten für die Flüchtlinge auf der Insel Chios her. Einige der ehrenamtlich helfenden Flüchtlinge arbeiteten mit uns zusammen und kochten täglich innerhalb der letzten beiden Monate über 1.000 Portionen gesundes Essen.

    Wir sind unserer geliebten Höchsten Meisterin Ching Hai für ihre grenzenlose Liebe und Gnade zutiefst dankbar. Sie ist die Quelle unserer Inspiration. Unsere Teammitglieder kamen aus allen Teilen der Erde zu dieser kleinen Insel in der Ägäis, um zu dienen und Liebe und Trost zu den Menschen zu bringen, die schwierige Zeiten durchmachen. Unsere Mitglieder kamen aus Australien, Benin, Kanada, Formosa, Griechenland, Hongkong, Neukaledonien, Neuseeland, Südkorea, Großbritannien und den USA. Zusammen schafften wir es, unsere Küche auch in schwierigen Situationen am Laufen zu halten.

    Wir hoffen und beten, dass eine bessere Lösung für die Flüchtlingskrise gefunden wird und die Konflikte auf der Welt abnehmen. Wir beten, dass unsere Erde sich in einen friedlichen und harmonischen Planeten verwandelt.

    Ausgaben der Höchsten Meisterin Ching Hai und ihrer Internationalen Vereinigung für die Flüchtlingshilfe auf der griechischen Insel Chios

    Beschreibung Betrag (EUR) Beleg
    Nahrungsmittel für die Flüchtlinge (Reis, Linsen, Pilze, Gewürze, frisches Brot und veganer Käse, etc.), ein Smartphone für einen Flüchtling, Behälter und Ausgaben für die Küche 14.868,12 A
    Transport, Mietkosten für eine Wohnung und Essen für unser Team 14.938,98
    Finanzielle Unterstützung von Be Aware And Share 3.000,00
    Gesamt 32.807,10 EUR
    (36.849,49 USD)
    Belege

     

    Flüchtlingshilfseinsatz – 14. bis 15. Januar 2017

     

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